Discounted Cashflow, kurz DCF, ist eine Methode zur Bewertung von Unternehmen und anderen Investitionen. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Cashflows auf ihren heutigen Wert abgezinst.
Die Grundidee ist einfach. Geld, das heute verfügbar ist, ist mehr wert als derselbe Betrag in der Zukunft. Wer heute 100 Franken besitzt, kann dieses Geld investieren und damit eine Rendite erzielen. Ein zukünftiger Cashflow von 100 Franken ist deshalb aus heutiger Sicht weniger als 100 Franken wert.
Bei einer DCF-Bewertung werden zunächst die zukünftigen Cashflows eines Unternehmens geschätzt. Häufig wird dafür der Free Cashflow verwendet. Anschliessend werden diese zukünftigen Zahlungen mit einem Diskontierungssatz auf ihren heutigen Wert abgezinst.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Kapitalkosten. Je höher die geforderte Rendite und das angenommene Risiko, desto stärker werden zukünftige Cashflows abgezinst und desto tiefer fällt der berechnete heutige Wert aus.
DCF-Modelle werden häufig im Rahmen der Fundamentalanalyse eingesetzt. Anlegerinnen und Anleger können den errechneten Unternehmenswert mit dem aktuellen Marktwert vergleichen und so beurteilen, ob eine Aktie aus ihrer Sicht günstig oder teuer bewertet ist.
Die Methode hat allerdings einen entscheidenden Haken. Niemand kennt die zukünftigen Cashflows eines Unternehmens genau. Bereits kleine Änderungen bei Wachstum, Margen oder Diskontierungssatz können den errechneten Wert erheblich verändern. Ein DCF-Modell liefert deshalb keine objektive Wahrheit, sondern eine Bewertung auf Basis bestimmter Annahmen.