Dollar Cost Averaging (DCA) bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der in regelmässigen Abständen ein gleichbleibender Geldbetrag investiert wird – unabhängig davon, ob die Kurse gerade steigen oder fallen. Im Deutschen wird häufig vom Durchschnittskosteneffekt gesprochen.
Ein typisches Beispiel ist ein monatlicher Sparplan auf einen ETF. Werden jeden Monat 500 Franken investiert, können bei tiefen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden. Dadurch entsteht über die Zeit ein durchschnittlicher Einstandspreis.
Der wichtigste Vorteil liegt in der Systematik. DCA reduziert die Notwendigkeit, den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden, und kann helfen, emotionale Anlageentscheidungen zu vermeiden. Damit unterscheidet sich der Ansatz vom Market Timing, bei dem gezielt versucht wird, gĂĽnstige Kauf- und Verkaufszeitpunkte vorherzusagen.
Der Durchschnittskosteneffekt bedeutet allerdings nicht automatisch eine höhere Rendite. Fallen die Kurse dauerhaft, entstehen trotz regelmässiger Käufe Verluste. Steigen die Märkte dagegen unmittelbar und dauerhaft, kann eine frühzeitige Einmalanlage besser abschneiden, weil das Kapital länger investiert ist.
DCA eignet sich deshalb besonders für regelmässig verfügbares Kapital, etwa beim langfristigen Vermögensaufbau. Wie bei jeder Anlagestrategie bleiben Diversifikation, Anlagehorizont und Risikobereitschaft entscheidend.
Regelmässig investieren nimmt dem Markt seine Schwankungen nicht. Aber es nimmt einem die Aufgabe ab, jeden Monat den perfekten Einstieg erraten zu müssen.