Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank des Euroraums. Sie ist für die Geldpolitik der Länder verantwortlich, die den Euro als gemeinsame Währung verwenden.
Das wichtigste Ziel der EZB ist die Preisstabilität. Dafür strebt sie mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Das Inflationsziel ist symmetrisch: Abweichungen nach oben und unten werden grundsätzlich als gleichermassen unerwünscht betrachtet.
Zu den wichtigsten Instrumenten der EZB gehören die Steuerung der Leitzinsen sowie weitere geldpolitische Massnahmen. Veränderungen der Zinsen beeinflussen unter anderem Kreditkosten, Investitionen, Konsum und die Bewertung von Finanzanlagen.
Die Entscheidungen der EZB sind deshalb auch für Anlegerinnen und Anleger relevant. Änderungen der Geldpolitik können sich beispielsweise auf Anleihen, Aktien, den Devisenmarkt und den Wert des Euro auswirken.
Für Schweizer Anlegerinnen und Anleger ist die EZB aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung der Schweiz mit dem Euroraum besonders relevant. Veränderungen des Euro-Franken-Wechselkurses können das Währungsrisiko von Anlagen beeinflussen. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) berücksichtigt bei ihrer Geldpolitik die Entwicklungen an den internationalen Finanz- und Devisenmärkten.