Jensen-Index (Jensen’s Alpha)

Der Jensen-Index, auch Jensen’s Alpha genannt, misst die risikobereinigte Überrendite einer Anlage oder eines Portfolios. Er zeigt, ob eine Anlage mehr oder weniger Rendite erzielt hat, als aufgrund ihres systematischen Risikos gemäss dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) zu erwarten gewesen wäre.

Die Berechnung berücksichtigt die tatsächlich erzielte Rendite, den risikofreien Zinssatz, die Marktrendite und das Beta der Anlage:

Jensen’s Alpha = Portfoliorendite − [risikofreier Zinssatz + Beta × (Marktrendite − risikofreier Zinssatz)]

Ein positiver Jensen-Index bedeutet, dass die erzielte Rendite über der vom CAPM erwarteten Rendite lag. Ein negativer Wert bedeutet entsprechend, dass die Anlage unter dieser risikoadjustierten Erwartung blieb.

Beispiel: Erwartet das CAPM für ein Portfolio aufgrund seines Beta eine Rendite von 6 Prozent und tatsächlich wurden 8 Prozent erzielt, beträgt Jensen’s Alpha 2 Prozentpunkte.

Der Jensen-Index wird insbesondere zur Beurteilung von Fonds und Portfolios eingesetzt. Er soll helfen zu unterscheiden, ob eine höhere Rendite tatsächlich über die risikoadjustierte Markterwartung hinausging oder lediglich durch ein höheres Marktrisiko erzielt wurde.

Das Konzept ist eng mit dem Alpha verbunden. Seine Aussagekraft hängt allerdings von den Annahmen des CAPM, der gewählten Marktbenchmark und dem betrachteten Zeitraum ab. Ein positives Alpha in der Vergangenheit beweist deshalb weder besonderes Können noch zukünftige Überrenditen.

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