Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn ein grosser Teil eines Portfolios von einzelnen Anlagen, Unternehmen, Branchen, Regionen oder anderen Risikofaktoren abhängig ist. Entwickelt sich dieser «Klumpen» schlecht, kann er das gesamte Portfolio überproportional belasten.
Ein einfaches Beispiel ist ein Portfolio, das zu einem grossen Teil aus der Aktie eines einzigen Unternehmens besteht. Fällt deren Kurs stark, trifft das einen erheblichen Teil des Vermögens gleichzeitig.
Klumpenrisiken sind allerdings nicht immer so offensichtlich. Auch ein Portfolio mit zahlreichen Aktien oder Fonds kann stark konzentriert sein. Enthalten mehrere Fonds dieselben Unternehmen oder ist ein Aktienindex stark von wenigen grossen Konzernen, Ländern oder Branchen geprägt, entsteht trotz vieler einzelner Positionen ein Konzentrationsrisiko.
Ein bekanntes Beispiel ist der MSCI World. Obwohl der Index Aktien aus zahlreichen Industrieländern enthält, können einzelne Länder und sehr grosse Unternehmen aufgrund ihrer hohen Marktkapitalisierung ein beträchtliches Gewicht erreichen.
Das wichtigste Instrument gegen Klumpenrisiken ist die Diversifikation. Dabei wird das Vermögen auf unterschiedliche Anlagen und Risikoquellen verteilt. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Positionen ein Portfolio enthält, sondern auch, wie stark diese miteinander zusammenhängen und wie hoch sie gewichtet sind.
Klumpenrisiken lassen sich nicht vollständig vermeiden. Sie zu erkennen und bewusst zu steuern, gehört jedoch zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements.
Denn 50 Positionen im Depot sehen nach Diversifikation aus. Wenn ĂĽberall dasselbe drinsteckt, sind es trotzdem ziemlich viele Eier im selben Korb.
Mehr erfahren: Klumpenrisiko im MSCI World Index