Kurs-Buchwert-Verhältnis

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ist eine Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Es setzt den Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem bilanziellen Buchwert.

Vereinfacht wird das KBV so berechnet:

KBV = Aktienkurs ÷ Buchwert je Aktie

Ein KBV von 1 bedeutet, dass der Börsenwert ungefähr dem bilanziellen Buchwert entspricht. Bei einem KBV von 2 bewertet der Markt das Unternehmen mit dem Doppelten seines Buchwerts.

Der Buchwert basiert im Wesentlichen auf dem in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Der Börsenwert spiegelt dagegen wider, welchen Wert der Markt dem Unternehmen aktuell beimisst.

Ein niedriges KBV kann auf eine günstige Bewertung hindeuten – muss es aber nicht. Es kann ebenso Ausdruck schwacher Geschäftsaussichten, geringer Profitabilität oder finanzieller Probleme sein. Umgekehrt können profitable Unternehmen mit starken Marken, Software, Patenten oder anderen immateriellen Vermögenswerten deutlich über ihrem Buchwert bewertet werden.

Das KBV spielt insbesondere in der Fundamentalanalyse und bei der Analyse von Value-Aktien eine Rolle. Wie beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sollte eine einzelne Kennzahl jedoch nie isoliert betrachtet werden.

Ein niedriges KBV kann günstig bedeuten. Oder der Markt hat einen ziemlich guten Grund für den Rabatt.

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