Die Laufzeit einer Anleihe bezeichnet den Zeitraum von ihrer Ausgabe bis zur Fälligkeit. Am Ende der Laufzeit wird der Nennwert grundsätzlich zurückbezahlt, sofern der Emittent seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt.
Anleihen können sehr unterschiedliche Laufzeiten haben – von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten. Je länger die verbleibende Laufzeit, desto stärker kann der Kurs einer Anleihe grundsätzlich auf Veränderungen des Zinsniveaus reagieren.
Die Laufzeit ist allerdings nicht mit der Duration zu verwechseln. Die Laufzeit sagt, wann eine Anleihe fällig wird. Die Duration berücksichtigt zusätzlich die Zahlungsströme der Anleihe und wird unter anderem verwendet, um ihre Zinssensitivität zu beurteilen.
Für Anlegerinnen und Anleger ist die Laufzeit deshalb ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Anleihen. Sie beeinflusst unter anderem, wie lange das Kapital gebunden ist und welchen Zinsänderungsrisiken die Anlage ausgesetzt ist.
Mehr dazu im Descartes-Blog: Obligationen: Duration vs. Laufzeit.