Der Monetarismus ist eine wirtschaftspolitische Denkschule, die insbesondere durch den US-amerikanischen Ökonomen Milton Friedman geprägt wurde. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass die Geldmenge der entscheidende Faktor für Preisniveau und wirtschaftliche Stabilität ist und dass Inflation langfristig immer ein monetäres Phänomen ist, verursacht durch ein zu starkes Geldmengenwachstum im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung.
Monetaristen plädieren für eine regelbasierte, zurückhaltende Geldpolitik mit stabilem, vorhersehbarem Geldmengenwachstum, statt aktiv in Konjunkturzyklen einzugreifen. Diese Position steht damit im Gegensatz zum Keynesianismus, der eine aktive staatliche Steuerung der Nachfrage über Fiskal- und Geldpolitik befürwortet. Der Monetarismus beeinflusste massgeblich die Geldpolitik vieler Zentralbanken ab den 1970er- und 1980er-Jahren, unter anderem auch der Schweizerischen Nationalbank in bestimmten Phasen ihrer Geldmengensteuerung.