Position Sizing

Position Sizing bezeichnet die Festlegung, wie gross eine einzelne Position innerhalb eines Portfolios sein soll. Es geht also nicht darum, welche Anlage gekauft wird, sondern wie viel Kapital dafĂĽr eingesetzt wird.

Eine einfache Methode besteht darin, für jede Position einen festen Frankenbetrag oder einen bestimmten Anteil des Portfolios vorzusehen. In risikobasierten Ansätzen kann die Positionsgrösse zusätzlich davon abhängen, wie stark eine Anlage schwankt oder wie hoch der mögliche Verlust eingeschätzt wird.

Position Sizing ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements. Eine einzelne Anlage kann attraktiv erscheinen und trotzdem ein erhebliches Portfoliorisiko darstellen, wenn ihr Gewicht zu gross wird. Umgekehrt hat selbst eine sehr erfolgreiche Anlage kaum Einfluss auf das Gesamtportfolio, wenn die Position verschwindend klein ist.

Dabei spielt auch die Diversifikation eine Rolle. Viele verschiedene Positionen bedeuten nicht automatisch ein gut diversifiziertes Portfolio. Wenn einzelne Anlagen sehr grosse Gewichte erhalten oder von denselben Risikofaktoren abhängen, können trotzdem erhebliche Konzentrationsrisiken entstehen.

Position Sizing verbindet damit Anlageentscheidung und Risikosteuerung. Die Frage lautet nicht nur, ob eine Anlage ins Portfolio gehört. Mindestens ebenso wichtig ist, wie viel davon.

Denn auch eine gute Idee kann fĂĽr ein Portfolio zu gross werden.

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