Ein Portfolio ist die Gesamtheit der Anlagen, die eine Anlegerin oder ein Anleger besitzt und gemeinsam verwaltet. Dazu können beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien, Liquidität oder andere Anlageklassen gehören.
Entscheidend ist nicht nur, welche Anlagen im Portfolio liegen, sondern wie sie miteinander kombiniert werden. Diese Aufteilung wird als Asset Allocation bezeichnet. Sie beeinflusst wesentlich, welche Renditechancen und Risiken ein Portfolio aufweist.
Die passende Zusammensetzung hängt unter anderem vom Anlageziel, vom Anlagehorizont, von der Risikofähigkeit und von der Risikobereitschaft ab. Wer das investierte Vermögen erst in vielen Jahren benötigt, kann andere Risiken eingehen als jemand, der in absehbarer Zeit darauf angewiesen ist.
Ein zentrales Prinzip bei der Zusammenstellung eines Portfolios ist die Diversifikation. Dabei wird das Vermögen auf unterschiedliche Anlagen, Anlageklassen, Branchen, Regionen oder Währungen verteilt. Das Ziel besteht darin, die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen oder Risikofaktoren zu reduzieren.
Mit der Zeit kann sich die Zusammensetzung eines Portfolios verändern. Steigen beispielsweise Aktien stärker als andere Anlageklassen, nimmt ihr Gewicht automatisch zu. Durch Rebalancing kann das Portfolio wieder auf seine gewünschte Zielaufteilung zurückgeführt werden.
Ein Portfolio ist deshalb mehr als eine Sammlung einzelner Anlagen. Gute Einzelinvestitionen ergeben nicht automatisch ein gutes Gesamtportfolio. Entscheidend ist, wie die einzelnen Bausteine zusammenspielen.