Regret Avoidance

Regret Avoidance, auf Deutsch etwa «Vermeidung von Bedauern», bezeichnet die Tendenz, Entscheidungen zu vermeiden oder hinauszuzögern, weil die möglichen negativen Folgen später bereut werden könnten.

Bei Anlageentscheidungen kann Regret Avoidance beispielsweise dazu führen, dass eine Investition trotz grundsätzlich passender Anlagestrategie nicht getätigt wird, weil die Angst vor einem möglichen Verlust überwiegt. Umgekehrt können bestehende Anlagen zu lange gehalten werden, weil ein Verkauf und ein anschliessender Kursanstieg als besonders ärgerlich empfunden würde.

Regret Avoidance ist von Loss Aversion zu unterscheiden. Loss Aversion beschreibt die stärkere psychologische Gewichtung von Verlusten gegenüber vergleichbaren Gewinnen. Regret Avoidance bezieht sich dagegen auf das erwartete oder tatsächliche Bedauern über eine getroffene beziehungsweise nicht getroffene Entscheidung.

Das Verhalten kann mit anderen kognitiven Verzerrungen zusammenwirken, beispielsweise mit dem Disposition Effect oder der Sunk Cost Fallacy.

Siehe auch: Behavioral Finance.

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