Renditelücke

Die Renditelücke bezeichnet die Differenz zwischen der Rendite einer Anlage oder Anlagestrategie und der Rendite, die mit dem tatsächlich investierten Kapital erzielt wird. Sie kann entstehen, wenn Ein- und Auszahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen.

Zur Veranschaulichung kann die zeitgewichtete Rendite mit der geldgewichteten Rendite verglichen werden. Die zeitgewichtete Rendite misst die Wertentwicklung weitgehend unabhängig von externen Kapitalflüssen, während die geldgewichtete Rendite Zeitpunkt und Höhe der Ein- und Auszahlungen berücksichtigt. 

Eine Renditelücke kann beispielsweise entstehen, wenn nach starken Kursanstiegen zusätzlich investiert oder nach Kursverlusten Kapital abgezogen wird. Solche Entscheidungen können dazu führen, dass die individuell erzielte Rendite unter der Rendite der zugrunde liegenden Anlage oder Anlagestrategie liegt.

Die Renditelücke kann deshalb unter anderem mit Market Timing und dem Anlageverhalten zusammenhängen. Sie ist jedoch nicht automatisch ein Beleg für schlechtes Timing und kann auch durch andere Ein- und Auszahlungszeitpunkte entstehen. 

Bei Themenfonds kann die Renditelücke besonders relevant sein, wenn nach einer bereits starken Wertentwicklung investiert wird und spätere Renditen schwächer ausfallen. Mehr dazu: Themenfonds in der privaten Vorsorge: 4 Gründe, warum sie in der Säule 3a nichts zu suchen haben

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