Sequence of Returns Risk (Sequenzrisiko)

Das Sequence of Returns Risk, auch Sequenzrisiko oder Reihenfolgerisiko genannt, beschreibt das Risiko, dass die Reihenfolge der erzielten Anlagerenditen einen entscheidenden Einfluss auf die langfristige Entwicklung eines Vermögens hat. Besonders relevant ist dieses Risiko in der Entnahmephase, beispielsweise nach der Pensionierung.

Nicht nur die durchschnittliche Rendite ist entscheidend, sondern auch, wann Gewinne und Verluste auftreten. Starke Verluste zu Beginn der Entnahmephase können besonders problematisch sein, weil gleichzeitig Kapital entnommen wird. Dadurch steht weniger Vermögen zur Verfügung, das von einer späteren Markterholung profitieren kann.

Zwei Portfolios können über einen bestimmten Zeitraum dieselbe durchschnittliche Rendite erzielen und sich dennoch sehr unterschiedlich entwickeln, wenn die Reihenfolge der Jahresrenditen unterschiedlich ist. Solange keine Mittel entnommen oder zusätzlich einbezahlt werden, spielt die Reihenfolge der Renditen bei identischen Gesamtrenditen dagegen keine vergleichbare Rolle.

Das Sequence of Returns Risk ist deshalb insbesondere bei der Planung regelmässiger Bezüge im Ruhestand relevant.

Mehr erfahren: Kapitalverzehr im Ruhestand: Ursachen und Lösungen

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