Mit einer Short-Position setzen Anlegerinnen und Anleger auf fallende Kurse. Sie ist damit das Gegenstück zur Long-Position.
Eine klassische Möglichkeit, eine Short-Position einzugehen, ist der Leerverkauf. Dabei werden geliehene Wertpapiere verkauft, um sie später zu einem tieferen Preis zurückzukaufen. Fällt der Kurs tatsächlich, entsteht aus der Differenz ein Gewinn. Steigt er, entsteht ein Verlust.
Short-Positionen können auch über Derivate umgesetzt werden und dienen nicht nur der Spekulation auf fallende Kurse. Sie können beispielsweise beim Hedging eingesetzt werden, um andere Positionen im Portfolio teilweise abzusichern.
Das Risiko unterscheidet sich wesentlich von einer klassischen Long-Position. Während ein Aktienkurs höchstens auf null fallen kann, kann er theoretisch unbegrenzt steigen. Bei einem ungedeckten Leerverkauf ist deshalb auch das mögliche Verlustpotenzial theoretisch unbegrenzt.
Short bedeutet also nicht einfach das Gegenteil von Long. Vor allem auf der Risikoseite steckt etwas mehr dahinter.