Der Size-Effekt bezeichnet die in der Finanzforschung beobachtete Tendenz, dass Aktien kleinerer Unternehmen in bestimmten historischen Zeiträumen höhere Renditen erzielten als Aktien grosser Unternehmen.
Die Unternehmensgrösse wird dabei üblicherweise anhand der Marktkapitalisierung gemessen. Unternehmen mit vergleichsweise geringer Marktkapitalisierung werden häufig als Small Caps bezeichnet. Der Size-Effekt wird deshalb auch Small-Cap-Effekt genannt.
Der Size-Effekt zählt zu den Marktanomalien. Für seine Entstehung gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Kleinere Unternehmen können beispielsweise höheren Geschäfts- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt sein und ihre Aktien können weniger liquide sein. Eine höhere Rendite könnte daher zumindest teilweise eine Entschädigung für zusätzliche Risiken darstellen.
Der Effekt ist allerdings weder in allen Märkten noch über alle Zeiträume gleich stark zu beobachten. Auch aus einer geringen Marktkapitalisierung allein lässt sich deshalb keine höhere zukünftige Rendite ableiten.