Staatsfonds

Ein Staatsfonds, auf Englisch Sovereign Wealth Fund, ist ein staatlich kontrollierter Investmentfonds. Er legt Vermögen eines Landes langfristig an, beispielsweise in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Infrastruktur.

Das Kapital kann aus unterschiedlichen Quellen stammen. Rohstoffreiche Länder speisen ihre Staatsfonds häufig aus Einnahmen aus Öl und Gas. Andere Staaten verwenden Haushaltsüberschüsse, Privatisierungserlöse oder Teile ihrer Devisenreserven.

Einer der bekanntesten Staatsfonds ist der norwegische Government Pension Fund Global. Er investiert Einnahmen aus dem norwegischen Erdöl- und Erdgasgeschäft weltweit und soll den daraus entstandenen Wohlstand langfristig für kommende Generationen erhalten.

Die Anlagestrategien von Staatsfonds unterscheiden sich erheblich. Manche verfolgen primär langfristige Renditeziele, andere dienen der Stabilisierung der Staatsfinanzen oder der Finanzierung zukünftiger staatlicher Verpflichtungen. Entsprechend unterscheiden sich auch ihre Asset Allocation und ihre Risikobereitschaft.

Aufgrund ihres teilweise enormen Vermögens können Staatsfonds bedeutende Akteure an den internationalen Kapitalmärkten sein. Eine breite Diversifikation über Unternehmen, Länder und Anlageklassen soll dabei verhindern, dass das staatliche Vermögen zu stark von einzelnen Risiken abhängig wird.

Staatsfonds zeigen damit, dass langfristiges Investieren nicht nur für private Anlegerinnen und Anleger relevant ist. Manche Staaten denken bei ihrem Anlagehorizont gleich in Generationen.

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