Der Zins ist der Preis für die zeitweise Überlassung von Geld. Wer Kapital leiht, bezahlt dafür in der Regel Zinsen. Wer Kapital zur Verfügung stellt, kann im Gegenzug Zinserträge erhalten.
Die Höhe des Zinses wird üblicherweise als Prozentsatz des bereitgestellten Kapitals angegeben und bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum. Ein Zinssatz von drei Prozent pro Jahr bedeutet beispielsweise, dass auf 10'000 Franken grundsätzlich 300 Franken Zins pro Jahr entfallen.
Zinsen spielen sowohl bei Krediten als auch bei Geldanlagen eine zentrale Rolle. Bei einer Anleihe erhält die Anlegerin oder der Anleger beispielsweise Zinszahlungen vom Emittenten, sofern die Bedingungen der Anleihe entsprechende Zahlungen vorsehen.
Das allgemeine Zinsniveau wird unter anderem von Inflation, Konjunktur, Angebot und Nachfrage nach Kapital sowie der Geldpolitik der Zentralbanken beeinflusst.
Verändern sich die Marktzinsen, wirkt sich dies auch auf die Bewertung von Finanzanlagen aus. Besonders deutlich zeigt sich dieser Zusammenhang bei Anleihen: Steigende Marktzinsen führen grundsätzlich zu fallenden Kursen bestehender festverzinslicher Anleihen und umgekehrt. Dieses Risiko wird als Zinsrisiko bezeichnet.
Zinsen sind damit weit mehr als der Preis eines Kredits. Sie gehören zu den wichtigsten Preisen einer Volkswirtschaft – und beeinflussen vom Sparkonto bis zum Aktienmarkt fast alles.