Finanzkennzahlen

Finanzkennzahlen verdichten die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens auf messbare Grössen. Sie helfen Anlegerinnen und Anlegern dabei, Unternehmen zu analysieren, Entwicklungen über mehrere Jahre zu verfolgen und verschiedene Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Welche Kennzahl relevant ist, hängt von der Frage ab. Wer die Profitabilität beurteilen möchte, kann beispielsweise das EBITDA oder den Return on Equity betrachten. Die Eigenkapitalquote liefert dagegen Hinweise auf die Finanzierungsstruktur und finanzielle Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens.

Für die Bewertung von Aktien kommen weitere Kennzahlen ins Spiel. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Grundlage dafür ist der Earnings per Share, kurz EPS.

Auch der Blick auf tatsächliche Geldflüsse ist wichtig. Der Free Cashflow zeigt, wie viel Geld einem Unternehmen nach dem operativen Geschäft und den notwendigen Investitionen zur Verfügung steht. Damit ergänzt er gewinnbasierte Kennzahlen um eine andere Perspektive.

Keine dieser Zahlen sollte isoliert betrachtet werden. Ein hoher Return on Equity kann beispielsweise attraktiv wirken, aber teilweise auf einer hohen Verschuldung beruhen. Ein tiefes KGV kann auf eine günstige Bewertung hindeuten oder darauf, dass der Markt mit sinkenden Gewinnen rechnet. Entscheidend sind deshalb der Vergleich mit ähnlichen Unternehmen, die Entwicklung über die Zeit und das zugrunde liegende Geschäftsmodell.

Auch bei der Beurteilung eines Portfolios reichen einzelne Zahlen selten aus. Unser Blog Geldanlage bewerten: die wichtigsten Kennzahlen zeigt, wie verschiedene Rendite-, Risiko- und Bewertungskennzahlen zusammenspielen.

Finanzkennzahlen machen Unternehmen vergleichbarer. Die Arbeit des Interpretierens nehmen sie Anlegerinnen und Anlegern allerdings nicht ab.

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