Eine Währungsabwertung bedeutet, dass eine Währung gegenüber einer anderen Währung an Wert verliert. Für einen Schweizer Franken erhält man danach beispielsweise weniger US-Dollar oder Euro als zuvor.
Bei frei schwankenden Wechselkursen kann eine Währung abwerten, wenn sich Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt verändern. Gründe dafür können unter anderem tiefere Zinsen, eine schwächere Konjunktur, politische Unsicherheit oder veränderte Erwartungen der Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer sein.
Eine schwächere Währung kann Exporte eines Landes im Ausland günstiger machen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen unterstützen. Gleichzeitig werden importierte Waren und Dienstleistungen teurer. Dadurch kann eine Währungsabwertung die Inflation erhöhen.
Für Anlegerinnen und Anleger spielt die Währungsentwicklung ebenfalls eine wichtige Rolle. Wer beispielsweise in US-Aktien investiert, erzielt aus Schweizer Sicht nicht nur eine Aktienrendite. Auch die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken beeinflusst das Ergebnis. Wertet der Dollar ab, kann dies einen Teil der erzielten Rendite wieder aufzehren.
Von einer marktbedingten Abwertung ist die gezielte Devaluation zu unterscheiden. Bei einem festen oder staatlich gesteuerten Wechselkurssystem kann eine Regierung oder Zentralbank den offiziellen Wert einer Währung herabsetzen. Bei frei schwankenden Währungen entsteht die Abwertung dagegen grundsätzlich am Markt.
Eine Währungsabwertung macht ein Land für ausländische Käuferinnen und Käufer günstiger. Für die eigene Bevölkerung können ausländische Produkte dafür plötzlich ziemlich teuer aussehen.