Die 5-Prozent-Regel ist eine Faustregel zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken in einem Anlageportfolio. Sie besagt, dass eine einzelne Aktie nicht mehr als fünf Prozent des Gesamtportfolios ausmachen sollte.
Die Idee dahinter ist einfach: Je grösser der Anteil eines einzelnen Unternehmens am Portfolio ist, desto stärker wirken sich dessen Kursverluste auf das Gesamtvermögen aus. Eine Begrenzung einzelner Positionen kann deshalb dazu beitragen, Klumpenrisiken zu reduzieren und die Diversifikation zu verbessern.
Ein Beispiel: Bei einem Portfolio im Wert von 100'000 Franken entspricht ein Anteil von fünf Prozent einer Position von 5'000 Franken.
Die 5-Prozent-Regel ist jedoch keine allgemeingültige Vorgabe. Welche Gewichtung einzelner Anlagen sinnvoll ist, hängt von der Anlagestrategie, der Risikofähigkeit und der Zusammensetzung des gesamten Portfolios ab. Eine breite Diversifikation berücksichtigt zudem nicht nur die Anzahl einzelner Aktien, sondern beispielsweise auch die Verteilung auf verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen.