Arbitrage bezeichnet den Versuch, Preisunterschiede desselben oder wirtschaftlich vergleichbarer Finanzinstrumente an verschiedenen Märkten oder in unterschiedlichen Formen auszunutzen.
Ein einfaches Beispiel: Wird eine Aktie an einem Handelsplatz zu 100 Franken angeboten und kann sie gleichzeitig an einem anderen Handelsplatz zu 101 Franken verkauft werden, könnte die Aktie am günstigeren Markt gekauft und am teureren Markt verkauft werden. Der Preisunterschied bildet die Grundlage des möglichen Gewinns.
Arbitrage trägt zur Preisbildung an den Finanzmärkten bei. Werden Preisunterschiede ausgenutzt, steigt tendenziell die Nachfrage am günstigeren Markt und das Angebot am teureren Markt. Dadurch können sich die Preise wieder annähern.
In der Praxis ist Arbitrage nicht zwingend risikolos. Transaktionskosten, unterschiedliche Liquidität, zeitliche Verzögerungen oder Veränderungen der Marktpreise können einen vermeintlichen Arbitragegewinn reduzieren oder vollständig aufheben.
Arbitragemöglichkeiten entstehen unter anderem bei Aktien, Anleihen, Währungen und Derivaten. Auf liquiden und effizienten Märkten sind offensichtliche Preisunterschiede häufig klein und bestehen nur für kurze Zeit.