Die Duration ist eine Kennzahl für Anleihen. Sie gibt vereinfacht an, nach welcher durchschnittlichen Zeit Anlegerinnen und Anleger ihr eingesetztes Kapital über Zinszahlungen und Rückzahlung zurückerhalten. Gleichzeitig ist sie eine wichtige Grundlage, um die Empfindlichkeit einer Anleihe gegenüber Zinsänderungen einzuschätzen.
Die Duration wird in Jahren angegeben, darf aber nicht mit der Laufzeit verwechselt werden. Die Laufzeit zeigt, wann eine Anleihe endgültig fällig wird. Die Duration berücksichtigt dagegen auch, wann die einzelnen Zahlungen während dieser Zeit erfolgen.
Eine Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit und regelmässigen Zinszahlungen hat deshalb normalerweise eine Duration von weniger als zehn Jahren. Bei einer Anleihe ohne laufende Zinszahlungen entspricht die Duration dagegen grundsätzlich ihrer Laufzeit, weil das gesamte Kapital erst am Ende zurückfliesst.
Besonders wichtig ist die Duration beim Zinsrisiko. Je höher die Duration, desto stärker reagiert der Kurs einer Anleihe grundsätzlich auf Veränderungen des Zinsniveaus. Anleihen mit hoher Duration können deshalb bei steigenden Zinsen deutlich an Wert verlieren. Bei sinkenden Zinsen können sie entsprechend stärker an Wert gewinnen.
Für Anlegerinnen und Anleger ist die Duration damit eine wichtige Kennzahl, um Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zahlungsstrukturen miteinander zu vergleichen und das Zinsrisiko eines Anleihenportfolios einzuschätzen.
Den Unterschied zwischen beiden Kennzahlen erklären wir ausführlicher in unserem Blog Duration und Laufzeit bei Anleihen.