Home Bias bezeichnet die Tendenz, einen überproportional hohen Anteil des Portfolios in Anlagen aus dem eigenen Land zu investieren, obwohl eine stärkere internationale Diversifikation möglich wäre.
Ein Schweizer Aktienportfolio kann beispielsweise stark auf Schweizer Unternehmen konzentriert sein, obwohl der Schweizer Aktienmarkt nur einen vergleichsweise kleinen Teil des globalen Aktienmarkts ausmacht. Dadurch können einzelne Länder, Branchen oder Währungen im Portfolio übergewichtet sein.
Home Bias kann unter anderem dadurch entstehen, dass heimische Unternehmen, Marken und Märkte vertrauter erscheinen als ausländische Anlagen. Diese Vertrautheit kann die Wahrnehmung von Chancen und Risiken beeinflussen. Ein verwandtes verhaltensökonomisches Phänomen ist der Familiarity Bias.
Eine breite internationale Diversifikation kann die Abhängigkeit von der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung eines einzelnen Landes reduzieren. Sie beseitigt Anlagerisiken jedoch nicht vollständig.