Long-Short-Strategien kombinieren Long-Positionen und Short-Positionen in einem Portfolio. Anlegerinnen und Anleger setzen damit gleichzeitig auf steigende und fallende Kurse.
Bei der Long-Position wird beispielsweise eine Aktie gekauft, deren Kurs steigen soll. Bei der Short-Position wird dagegen auf einen Kursrückgang gesetzt, etwa über einen Leerverkauf oder über Derivate.
Das Ziel besteht häufig darin, weniger von der allgemeinen Marktrichtung abhängig zu sein und stärker von relativen Preisentwicklungen zu profitieren. Eine mögliche Variante ist das Pair Trading, bei dem gleichzeitig eine Long- und eine Short-Position in zwei ausgewählten Wertpapieren gehalten werden.
Long-Short-Strategien werden häufig von Hedgefonds und im Rahmen von Absolute-Return-Strategien eingesetzt. Sie können auch zur Absicherung von Risiken dienen.
Short-Positionen reduzieren Risiken allerdings nicht automatisch. Sie können zusätzliche Kosten und erhebliche Verlustrisiken mit sich bringen. Warum Absicherung an den Finanzmärkten selten gratis ist, erklären wir in unserem Blog Hedging und der unterschätzte Preis der Sicherheit.
Long kaufen, Short verkaufen. Einfach klingt die Strategie vor allem vor dem ersten Trade.