Die Säule 3b bezeichnet die freie beziehungsweise ungebundene private Vorsorge in der Schweiz. Zusammen mit der Säule 3a bildet sie die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
Im Gegensatz zur gebundenen Säule 3a gibt es bei der Säule 3b grundsätzlich keinen jährlichen Maximalbetrag und das Vermögen ist nicht bis zur Pensionierung gebunden. Es kann deshalb flexibel für unterschiedliche finanzielle Ziele eingesetzt werden – etwa für den langfristigen Vermögensaufbau, Wohneigentum, eine frühere Pensionierung oder andere grössere Ausgaben.
Zur Säule 3b können unterschiedliche Vermögenswerte gehören, beispielsweise Sparkonten, Wertschriften, Immobilien oder bestimmte Versicherungslösungen. Wer langfristig investiert, kann das freie Vermögen beispielsweise über Aktien, Fonds oder ETF aufbauen.
Ein wichtiger Unterschied zur Säule 3a liegt bei den Steuern: Einzahlungen in die Säule 3b können grundsätzlich nicht vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Dafür bestehen keine vergleichbaren gesetzlichen Einschränkungen bei Einzahlung und Bezug. Die konkrete steuerliche Behandlung hängt von der Anlageform und der persönlichen Situation ab.
Säule 3a und Säule 3b müssen deshalb kein Entweder-oder sein. Die gebundene Vorsorge bietet steuerliche Vorteile, während die freie Vorsorge mehr Flexibilität bietet. Beide können Teil einer langfristigen Finanzplanung sein.
Die Säule 3a denkt vor allem an später. Die Säule 3b darf auch an alles dazwischen denken.
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