Transaktionskosten

Transaktionskosten sind Kosten, die beim Kauf, Verkauf oder Umschichten von Anlagen entstehen. Sie gehören zu den Kosten einer Geldanlage und können die tatsächlich erzielte Rendite reduzieren.

Zu den direkten Transaktionskosten zählen beispielsweise Gebühren für die Ausführung einer Börsentransaktion. Daneben können weniger offensichtliche Kosten entstehen. Ein wichtiges Beispiel ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Je grösser dieser Unterschied ist, desto höher können die effektiven Handelskosten ausfallen.

Auch die Liquidität einer Anlage spielt eine Rolle. Bei häufig gehandelten Wertpapieren mit hoher Liquidität sind die Spreads tendenziell kleiner. Bei weniger liquiden Anlagen kann bereits eine grössere Order den Marktpreis beeinflussen und zusätzliche implizite Kosten verursachen.

Für langfristige Anlegerinnen und Anleger sind Transaktionskosten vor allem deshalb relevant, weil häufiges Handeln teuer werden kann. Ein hoher Portfolio Turnover kann entsprechend zu höheren Kosten führen. Auch beim Rebalancing sollte deshalb berücksichtigt werden, ob der Nutzen einer Umschichtung die damit verbundenen Kosten rechtfertigt.

Transaktionskosten sollten nicht isoliert betrachtet werden. Verwaltungs-, Produkt- und Depotgebühren können die Rendite ebenfalls belasten. Warum selbst kleine Kostenunterschiede über einen langen Anlagehorizont erheblich werden können, erklären wir im Blog Kleine Gebühren in der Vermögensverwaltung machen viel aus.

Ein einzelner Kauf oder Verkauf mag günstig erscheinen. Wer sehr häufig handelt, entdeckt allerdings schnell eine der zuverlässigeren Börsenregeln: Die Kosten machen jede Transaktion mit.

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