Kosten der Vermögensverwaltung in der Schweiz: Was kostet sie wirklich?
Bei einer Vermögensverwaltung ist die günstigste Zahl oft die sichtbarste. Nur leider nicht immer die wichtigste.
0,5 Prozent Verwaltungsgebühr können günstiger sein als 0,8 Prozent. Müssen aber nicht. Denn zusätzlich können Produktkosten, Transaktionskosten, Fremdwährungsgebühren oder Depotkosten anfallen. Und selbst die tiefsten Gebühren helfen wenig, wenn die Anlagestrategie nicht überzeugt.
Wer Vermögensverwaltungen vergleichen will, sollte deshalb nicht fragen: «Was kostet die Verwaltung?»
Sondern: «Was kostet mich die gesamte Lösung – und was bleibt nach Kosten für mich übrig?»
Genau darum geht es in diesem Artikel. Wir zerlegen die Kosten einer Vermögensverwaltung, zeigen anhand von CHF 1 Million, was wenige Zehntelprozent über 20 Jahre ausmachen können – und erklären, weshalb günstig wichtig ist, aber nicht dasselbe wie gut.
Kurz zusammengefasst
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Kosten wirken doppelt: Sie reduzieren die Rendite heute und den Zinseszinseffekt morgen.
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Die Verwaltungsgebühr allein reicht für einen Vergleich nicht: Entscheidend sind die Gesamtkosten inklusive Produkt-, Depot-, Transaktions-, Fremdwährungs- und allfälliger weiterer Kosten.
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Entscheidend ist die Nettorendite: Relevant ist, was nach Kosten und im Verhältnis zum eingegangenen Risiko übrig bleibt. Der billigste Anbieter ist nicht automatisch der beste.
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Vergleichen Sie dieselbe Leistung: Eine digitale Standardlösung ist etwas anderes als ein individuell betreutes Vermögensverwaltungsmandat.
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Transparenz ist Pflicht: Sie sollten verstehen können, wofür Sie bezahlen – und was nicht im ausgewiesenen Preis enthalten ist.
Warum kleine Gebühren langfristig gross werden
Nehmen wir ein Vermögen von CHF 1'000'000 und unterstellen vereinfacht eine Bruttorendite von 5 Prozent pro Jahr.
Bei jährlichen Kosten von 0,25 Prozent bleiben vor Steuern ungefähr 4,75 Prozent Nettorendite. Bei Kosten von 1 Prozent sind es 4 Prozent. Bei 2 Prozent nur noch 3 Prozent.
Ein Prozentpunkt Unterschied klingt zunächst überschaubar. Nach einem Jahr ist er das vielleicht auch. Nach 20 Jahren nicht mehr.
Der Grund ist der Zinseszinseffekt. Rendite entsteht nicht nur auf dem ursprünglich investierten Kapital, sondern auch auf bereits erzielten Erträgen.
Gebühren funktionieren leider nach derselben Mathematik – nur in die andere Richtung.
Was heute als Gebühr aus dem Portfolio verschwindet, kann morgen keine Rendite mehr erwirtschaften.
Kosten haben ebenfalls einen Zinseszinseffekt. Nur keinen, über den man sich freut.
Kleine Prozente. Grosse Frankenbeträge.
Das lässt sich noch direkter zeigen. Bleiben Anfangsvermögen und angenommene Bruttorendite identisch und verändern wir lediglich die jährlichen Kosten, öffnet sich mit zunehmender Zeit eine immer grössere Lücke.
Das ist eine vereinfachte Modellrechnung, keine Renditeprognose. Aber sie zeigt den Mechanismus.
Bei einem Anlagehorizont von 20 oder 30 Jahren ist die Frage nach einigen Zehntelprozenten Gebühren keine Detailfrage mehr.
Sie wird zur Vermögensfrage.
Was kostet eine Vermögensverwaltung überhaupt?
Hier wird es interessanter. Denn «die Gebühr» gibt es häufig gar nicht.
Bei einer Vermögensverwaltung können verschiedene Kostenebenen zusammenkommen. Wer nur die prominent beworbene Zahl vergleicht, vergleicht deshalb unter Umständen Äpfel mit Birnen – oder einen Apfel mit der Verpackung einer Birne.
Die wichtigsten Kosten sind:
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Kostenart |
Was ist das? |
Worauf sollten Sie achten? |
|---|---|---|
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Vermögensverwaltungsgebühr |
Vergütung für Verwaltung, Portfoliosteuerung und je nach Anbieter weitere Dienstleistungen. |
Ist die Gebühr fix oder nach Vermögen gestaffelt? Welche Leistungen sind enthalten? |
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Produktkosten / TER |
Laufende Kosten von Fonds und ETFs innerhalb des Portfolios. |
Die TER wird typischerweise innerhalb des Fonds belastet und nicht separat in Rechnung gestellt. |
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Depot-/Kontokosten |
Kosten für Verwahrung oder Führung von Depot und Konto. |
Sind sie bereits in einer All-in-Gebühr enthalten? |
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Transaktionskosten |
Kosten beim Kauf und Verkauf von Wertschriften. |
Wie häufig wird gehandelt und wer trägt die Kosten? |
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Fremdwährungskosten |
Kosten bei der Umrechnung zwischen verschiedenen Währungen. |
Besonders relevant bei internationalen Anlagen. |
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Performance Fee |
Erfolgsabhängige Vergütung, die bei bestimmten Modellen zusätzlich anfällt. |
Wann wird sie fällig? Gibt es eine Hurdle Rate oder High Water Mark? |
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Steuern und Abgaben |
Beispielsweise Stempelabgaben oder andere gesetzliche Belastungen. |
Diese sind häufig nicht Bestandteil einer beworbenen All-in-Gebühr. |
Die TER – Total Expense Ratio bezeichnet dabei die laufenden Kosten eines Anlagefonds. Sie umfasst unter anderem Verwaltungs- und verschiedene Betriebskosten des Fonds.
Davon zu unterscheiden ist die Managementgebühr für die Verwaltung des Vermögens.
Und dann gibt es noch die All-in-Gebühr.
«All-in» klingt erfreulich endgültig.
Ist es aber nicht zwingend.
All-in ist nicht immer alles drin
Eine All-in-Gebühr bündelt verschiedene Kostenpositionen in einer einzigen Gebühr. Das macht Angebote übersichtlicher.
Trotzdem sollten Sie nachfragen, was genau enthalten ist und was nicht.
Bei Descartes umfasst die All-in-Gebühr beispielsweise verschiedene Verwaltungs-, Depot- und Transaktionsleistungen; Steuern, Abgaben sowie Gebühren und Provisionen Dritter können davon ausgenommen sein. Die jeweils aktuellen Konditionen und die genaue Zusammensetzung finden Sie auf der Seite Gebühren bei Descartes.
Das ist grundsätzlich die Zahl, die Anlegerinnen und Anleger suchen sollten:
Was kostet mich die gesamte Lösung?
Nicht:
Welche Gebühr steht am grössten auf der Website?
Ist die günstigste Vermögensverwaltung automatisch die beste?
Nein. Das wäre eine zu einfache Schlussfolgerung.
Stellen Sie sich zwei Vermögensverwaltungen vor.
Anbieter A kostet 0,40 Prozent pro Jahr und liefert Ihnen ein Portfolio, das nicht zu Ihrem Risikoprofil passt.
Anbieter B kostet 0,70 Prozent, bietet eine passende Anlagestrategie, eine saubere Umsetzung und verhindert möglicherweise, dass Sie beim nächsten Börsencrash aus Angst alles verkaufen.
Welcher Anbieter war günstiger?
Die Gebührenrechnung allein kann diese Frage nicht beantworten.
Entscheidend ist letztlich die Nettoperformance im Verhältnis zum eingegangenen Risiko – also das, was nach Kosten tatsächlich bei Ihnen ankommt.
Der Begriff Performance sollte deshalb nie isoliert betrachtet werden. Rendite, Risiko und Kosten gehören zusammen.
Billig ist gut. Effizient ist besser.
Das bedeutet allerdings nicht, dass hohe Gebühren plötzlich unproblematisch wären.
Im Gegenteil. Eine höhere Gebühr muss einen nachvollziehbaren Mehrwert finanzieren.
Das kann beispielsweise eine komplexere Vermögensstrukturierung, persönliche Beratung, Steuer- und Vorsorgekoordination oder eine spezifische Anlagestrategie sein.
Wenn zwei Lösungen jedoch dasselbe tun, dasselbe Risiko eingehen und vergleichbare Ergebnisse erzielen, hat die günstigere einen mathematischen Vorteil.
Sie startet jedes Jahr mit weniger Gegenwind.
Das ist auch einer der Gründe, weshalb passive und regelbasierte Anlagestrategien interessant sind. Sie versuchen nicht permanent, durch teure Transaktionen oder Titelselektion den Markt zu schlagen.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Aktiv vs. passiv investieren: Wo liegt der Unterschied?.
TER von 0,20 Prozent? Schön. Aber noch nicht die ganze Geschichte.
Bei der Auswahl einer Vermögensverwaltung wird häufig auf die Kosten der eingesetzten ETFs oder Fonds geschaut.
Das ist sinnvoll. Aber nicht ausreichend.
Ein ETF mit einer TER von 0,15 Prozent macht eine Vermögensverwaltung nicht automatisch günstig, wenn zusätzlich beispielsweise Verwaltungs-, Depot-, Transaktions- und Fremdwährungskosten anfallen.
Umgekehrt kann ein institutioneller Fonds mit etwas höheren sichtbaren Produktkosten unter bestimmten Umständen effizienter sein, wenn dadurch andere Kosten reduziert oder bessere Konditionen erreicht werden.
Die relevante Frage lautet deshalb nicht:
«Wie tief ist die TER?»
Sondern:
«Was kostet die gesamte Anlagelösung – und was bekomme ich netto dafür?»
Kosten und Rendite gehören in dieselbe Tabelle
Beim Vergleich zweier Vermögensverwalter würde ich deshalb mindestens diese Punkte nebeneinanderstellen:
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Frage |
Anbieter A |
Anbieter B |
|---|---|---|
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Verwaltungsgebühr |
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Produktkosten / TER |
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Depotkosten |
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Transaktionskosten |
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Fremdwährungskosten |
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? |
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Performance Fee |
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Geschätzte Gesamtkosten p.a. |
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Historische Nettoperformance |
? |
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Risiko / Volatilität |
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? |
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Persönliche Beratung enthalten? |
Ja / Nein |
Ja / Nein |
Diese Tabelle hat einen angenehmen Nebeneffekt. Marketing wird plötzlich ziemlich still.
Und was ist mit Performance Fees?
Eine Performance Fee ist eine erfolgsabhängige Vergütung. Der Vermögensverwalter erhält zusätzlich Geld, wenn bestimmte Renditebedingungen erfüllt werden.
Das kann sinnvoll konstruiert sein – muss es aber nicht.
Wichtig ist beispielsweise, ob eine Hurdle Rate existiert. Sie definiert eine Renditeschwelle, die zunächst überschritten werden muss, bevor eine Performance Fee anfällt.
Ebenso relevant ist eine High Water Mark. Sie soll verhindern, dass ein Manager nach einem Verlust zunächst für das blosse Aufholen dieses Verlusts erneut erfolgsabhängig vergütet wird.
Kurz gesagt: Wenn eine Gebührenstruktur drei Absätze benötigt, um zu erklären, wann Sie wie viel bezahlen, lohnt sich ein vierter Absatz mit Fragen.
Was sind faire Kosten für Vermögensverwaltung?
Eine allgemein gültige Prozentzahl für faire Vermögensverwaltungskosten gibt es nicht. Die angemessenen Kosten hängen unter anderem von Vermögenshöhe, Anlagestrategie, Beratungsumfang und den eingesetzten Anlageprodukten ab. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Gebühr, sondern ob die Gesamtkosten transparent sind und in einem vernünftigen Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen.
Ein digitales, weitgehend standardisiertes Portfolio ist nicht dasselbe Produkt wie ein individuell betreutes Vermögensverwaltungsmandat für eine komplexe Familiensituation.
Auch Vermögenshöhe, Anlageklasse, Beratungsumfang und verwendete Produkte beeinflussen die Kosten.
Deshalb würde ich «fair» nicht an einer einzelnen Zahl festmachen.
Faire Kosten erfüllen aus unserer Sicht drei Bedingungen:
Sie sind transparent. Sie stehen in einem vernünftigen Verhältnis zur Leistung. Und sie lassen genügend Rendite beim Kunden.
Eine Vermögensverwaltung darf Geld kosten. Sie sollte nur erklären können, warum.
Die bessere Kennzahl: Nettorendite
Nehmen wir zwei Portfolios.
Portfolio A erzielt vor Kosten 6 Prozent Rendite und kostet 1,5 Prozent.
Portfolio B erzielt 5,5 Prozent und kostet 0,5 Prozent.
Vor Kosten sieht A besser aus.
Nach diesen vereinfachten Kostenannahmen bleiben bei A 4,5 Prozent, bei B 5 Prozent.
Das vermeintlich schwächere Portfolio liegt plötzlich vorne.
Natürlich ist auch dieser Vergleich noch nicht vollständig. Unterschiedliches Risiko, Steuern, Handelskosten und die konkrete Portfoliostruktur können das Ergebnis verändern.
Aber er zeigt, weshalb Anlegerinnen und Anleger nicht von Bruttorenditen beeindruckt sein sollten.
Ihr Vermögen wächst netto. Nicht brutto.
Wer unterschiedliche Anlagen vergleichen möchte, sollte neben der Rendite deshalb auch Risiko und geeignete Kennzahlen berücksichtigen. Dazu haben wir den Beitrag Geldanlage bewerten: die wichtigsten Kennzahlen erstellt.
Was Sie vor Abschluss eines Vermögensverwaltungsmandats fragen sollten
Sie brauchen dafür kein 40-seitiges Gebührenreglement.
Einige ziemlich einfache Fragen reichen erstaunlich weit:
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Wie hoch sind meine erwarteten Gesamtkosten pro Jahr in Franken und Prozent?
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Welche Kosten sind darin noch nicht enthalten?
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Welche Produktkosten fallen innerhalb der verwendeten Fonds oder ETFs an?
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Entstehen zusätzliche Transaktions- oder Fremdwährungskosten?
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Gibt es erfolgsabhängige Gebühren?
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Wie wird die historische Performance ausgewiesen – vor oder nach Kosten?
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Mit welcher Benchmark und welchem Risiko sollte ich die Ergebnisse vergleichen?
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Welche konkrete Leistung erhalte ich für die Gebühr?
Wenn ein Anbieter diese Fragen klar beantworten kann, ist das ein gutes Zeichen. Wenn Sie nach dem Gespräch noch immer nicht wissen, was Sie bezahlen, ebenfalls. Nur ein anderes.
Was kostet die Vermögensverwaltung bei Descartes?
Descartes ist ein digitaler Vermögensverwalter aus der Schweiz und setzt bei seinen Anlage- und Vorsorgelösungen auf transparent ausgewiesene Gebührenstrukturen. Die konkreten Kosten hängen vom Produkt, Anlagemodell und teilweise von der Aktienquote beziehungsweise dem investierten Vermögen ab.
Wir halten es deshalb für sinnvoller, hier keine Zahl fest in einen Blogartikel zu schreiben, die irgendwann veraltet.
Die aktuell gültigen Gebühren von Descartes finden Sie jederzeit auf unserer Gebührenseite.
Dort sehen Sie auch, welche Leistungen enthalten sind und welche Kosten zusätzlich berücksichtigt werden müssen.
Denn Transparenz funktioniert nur, solange die Zahlen aktuell sind.
Kosten sind wichtig. Aber sie sind nicht das Anlageziel.
Wer über Gebühren schreibt, läuft schnell Gefahr, die billigste Geldanlage zur besten Geldanlage zu erklären.
Das wäre falsch.
Eine ungeeignete Anlagestrategie kann wesentlich mehr kosten als einige Basispunkte Gebühren. Dasselbe gilt für Panikverkäufe, mangelnde Diversifikation, unnötiges Trading oder jahrelanges Nichtinvestieren.
Kosten sind deshalb ein Teil der Anlagequalität.
Aber ein wichtiger. Denn anders als die Rendite der nächsten zehn Jahre sind Gebühren kein Geheimnis der Zukunft. Sie stehen heute fest oder lassen sich zumindest ziemlich genau ermitteln.
Und jeder Franken, den Sie nicht unnötig für Gebühren ausgeben, bleibt dort, wo er hingehört: in Ihrem Vermögen.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Vermögensverwaltung
Wie hoch sind die Kosten einer Vermögensverwaltung?
Das hängt vom Anbieter, der Höhe des Vermögens, der Anlagestrategie und dem Leistungsumfang ab. Entscheidend ist nicht nur die ausgewiesene Verwaltungsgebühr, sondern die Summe aus Verwaltungs-, Produkt-, Depot-, Transaktions- und gegebenenfalls weiteren Kosten.
Was bedeutet TER?
Die Total Expense Ratio (TER) bezeichnet die laufenden Gesamtkosten eines Anlagefonds im Verhältnis zum Fondsvermögen. Sie wird jährlich in Prozent angegeben und bereits innerhalb des Fonds berücksichtigt.
Was ist eine All-in-Gebühr?
Eine All-in-Gebühr bündelt verschiedene Gebühren einer Vermögensverwaltung. Welche Positionen tatsächlich enthalten sind, unterscheidet sich jedoch je nach Anbieter. Deshalb lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte beziehungsweise in das Gebührenreglement.
Sind digitale Vermögensverwalter günstiger als Banken?
Digitale Vermögensverwalter können aufgrund automatisierter Prozesse und schlankerer Strukturen kostengünstiger arbeiten als klassische Vermögensverwaltungen. Ob sie im konkreten Fall tatsächlich günstiger sind, zeigt jedoch erst ein Vergleich der Gesamtkosten. Anlegerinnen und Anleger sollten zudem Anlagestrategie, Risiko, enthaltene Leistungen und Nettoperformance vergleichen.
Was ist wichtiger: tiefe Gebühren oder hohe Rendite?
Beides isoliert betrachtet ist wenig aussagekräftig. Relevant ist, welche Rendite nach Kosten und im Verhältnis zum eingegangenen Risiko erzielt wird. Historische Renditen sind dabei keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Lohnt sich eine teurere Vermögensverwaltung?
Sie kann sich lohnen, wenn die zusätzliche Gebühr einen für Sie relevanten Mehrwert finanziert. Je höher die Kosten, desto höher ist allerdings die Hürde, die durch bessere Leistung oder zusätzlichen Service kompensiert werden muss.
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Warum Kosten einer der entscheidenden Unterschiede zwischen beiden Ansätzen sind.
Geldanlage bewerten: die wichtigsten Kennzahlen
Wie Sie Rendite nicht isoliert, sondern zusammen mit Risiko und Vergleichsmassstab beurteilen.
Themenfonds: 4 Gründe, warum sie in der Säule 3a nichts zu suchen haben
Warum eine gute Geschichte nicht automatisch eine gute Anlage ist.
Aktuelle Gebühren bei Descartes
Die aktuelle Gebührenstruktur unserer Anlage- und Vorsorgelösungen.
Im Descartes Finanzglossar
TER – Total Expense Ratio
Die laufenden Kosten eines Anlagefonds.
Managementgebühr
Die Vergütung für die Verwaltung eines Vermögens.
All-in-Gebühr
Welche Kosten in einer gebündelten Gebühr enthalten sein können.
Performance Fee
Eine erfolgsabhängige Vergütung für Vermögensverwalter.
Performance Drag
Faktoren, die die tatsächlich erzielte Rendite eines Portfolios reduzieren.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt weder eine individuelle Anlageberatung noch eine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie oder einen bestimmten Anbieter dar. Modellrechnungen dienen ausschliesslich der Veranschaulichung und stellen keine Renditeprognose dar. Historische Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Gebühren und Konditionen können sich ändern; massgebend sind die jeweils aktuellen Vertrags- und Gebührenunterlagen.