Volatilitäts-Smile

Das Volatilitäts-Smile beschreibt ein typisches Muster bei der Bewertung von Optionen: Die implizite Volatilität ist nicht bei allen Ausübungspreisen gleich, sondern kann je nach Strike unterschiedlich hoch sein.

Trägt man die implizite Volatilität von Optionen mit demselben Basiswert und Verfallsdatum gegen ihre unterschiedlichen Ausübungspreise auf, kann eine U-förmige Kurve entstehen. Sie erinnert optisch an ein Lächeln – daher der Name Volatilitäts-Smile.

Optionen, die weit im oder aus dem Geld liegen, können dabei eine höhere implizite Volatilität aufweisen als Optionen nahe am aktuellen Kurs des Basiswerts.

Das Phänomen ist auch deshalb interessant, weil das klassische Black-Scholes-Modell in seiner Grundform von einer konstanten Volatilität ausgeht. An realen Optionsmärkten zeigt sich jedoch, dass die vom Markt eingepreiste Volatilität vom Ausübungspreis und von der Laufzeit abhängen kann.

Nicht immer sieht die Kurve allerdings wie ein perfektes Lächeln aus. Besonders an Aktienmärkten tritt häufig eine asymmetrische Form auf, die als Volatility Skew bezeichnet wird.

Das Volatilitäts-Smile zeigt damit ziemlich anschaulich, dass Finanzmodelle die Realität vereinfachen. Der Markt lächelt – nur selten exakt nach Lehrbuch.

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