Low Volatility bezeichnet einen regelbasierten Anlageansatz, bei dem Aktien mit vergleichsweise geringen Kursschwankungen stärker berücksichtigt werden. Low Volatility gehört zu den Smart-Beta-Strategien und zielt darauf ab, das Risiko eines Aktienportfolios gegenüber einer klassischen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Strategie zu reduzieren.
Grundlage des Ansatzes ist die sogenannte Low-Volatility-Anomalie: Historisch erzielten Aktien mit geringeren Kursschwankungen teilweise höhere risikoadjustierte Renditen, als klassische Kapitalmarktmodelle erwarten liessen. Zu den Pionieren der Erforschung dieses Phänomens gehörte Robert Haugen.
Low-Volatility-Strategien können unterschiedlich umgesetzt werden. Bei einfachen Ansätzen werden Aktien anhand ihrer historischen Volatilität ausgewählt oder gewichtet. Portfolioorientierte Ansätze berücksichtigen zusätzlich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Aktien, insbesondere deren Korrelation, um das Gesamtrisiko des Portfolios zu reduzieren.
Eine geringere historische Volatilität garantiert jedoch weder geringere zukünftige Verluste noch eine höhere Rendite. Auch Low-Volatility-Portfolios bleiben Marktrisiken ausgesetzt.
Descartes setzt mit seiner Minimum-Risk-Strategie ebenfalls auf eine risikoorientierte Portfoliokonstruktion.
Mehr dazu: Minimum Risk.