Der Mittelwert, auch arithmetisches Mittel oder Durchschnitt genannt, ist eine statistische Kennzahl. Er wird berechnet, indem alle beobachteten Werte addiert und anschliessend durch die Anzahl der Beobachtungen geteilt werden.
In der Finanzanalyse kann der Mittelwert beispielsweise verwendet werden, um die durchschnittliche Rendite einer Anlage über mehrere Perioden zu berechnen. Erzielt eine Anlage in drei Jahren Renditen von 5 Prozent, −2 Prozent und 9 Prozent, beträgt die durchschnittliche jährliche Rendite nach dem arithmetischen Mittel 4 Prozent.
Der Mittelwert allein sagt jedoch nichts darüber aus, wie stark die einzelnen Renditen schwanken. Um diese Streuung zu messen, wird beispielsweise die Standardabweichung verwendet. Sie ist eine wichtige Grundlage für die Messung der historischen Volatilität einer Anlage.
Bei der Beurteilung der Wertentwicklung einer Anlage über mehrere Perioden ist zudem die Unterscheidung zwischen dem arithmetischen und dem geometrischen Mittel wichtig. Das geometrische Mittel berücksichtigt den Zinseszinseffekt und bildet die tatsächliche durchschnittliche Wachstumsrate über mehrere Perioden ab. Darauf basiert auch die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR).