Modigliani-Miller-Modell

Das Modigliani-Miller-Modell ist eine grundlegende Theorie der Unternehmensfinanzierung. Entwickelt wurde sie von den Ă–konomen Franco Modigliani und Merton Miller.

Ihre zentrale Aussage klingt zunächst ĂĽberraschend. Unter bestimmten idealisierten Annahmen ist der Wert eines Unternehmens unabhängig von seiner Kapitalstruktur. Ob sich ein Unternehmen stärker mit Eigenkapital oder Fremdkapital finanziert, verändert seinen Gesamtwert demnach nicht.

Das funktioniert allerdings nur in einer ziemlich perfekten Finanzwelt. Das Modell geht in seiner Grundform unter anderem von vollkommenen Kapitalmärkten aus und abstrahiert von Faktoren wie Steuern und Insolvenzkosten.

Gerade deshalb ist Modigliani-Miller so wichtig. Das Modell schafft einen theoretischen Ausgangspunkt, von dem aus untersucht werden kann, weshalb die Finanzierung eines Unternehmens in der Realität eben doch eine Rolle spielt.

Kurz gesagt ist die Kapitalstruktur in der Theorie zunächst irrelevant. Dann kommt die Realität.

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