Exchange Traded Funds (ETF)

Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist ein Fonds, dessen Anteile an der Börse gehandelt werden. Mit einem einzigen ETF können Anlegerinnen und Anleger je nach Ausgestaltung in zahlreiche Aktien, Anleihen oder andere Vermögenswerte gleichzeitig investieren.

Viele ETFs bilden einen bestimmten Index möglichst genau nach. Ein ETF auf einen globalen Aktienindex kann beispielsweise Beteiligungen an Hunderten oder sogar Tausenden Unternehmen enthalten. Dadurch lässt sich bereits mit einem einzelnen Anlageinstrument eine breite Diversifikation erreichen.

ETF und Indexfonds sind allerdings nicht dasselbe. Viele ETFs werden passiv verwaltet und bilden einen Index ab, es gibt jedoch auch aktiv verwaltete ETFs. Umgekehrt muss ein Indexfonds nicht zwingend an der Börse gehandelt werden.

Ein wesentliches Merkmal eines ETF ist der Börsenhandel. ETF-Anteile können während der Handelszeiten zu aktuellen Marktpreisen gekauft und verkauft werden. Der Börsenpreis kann dabei leicht vom Nettoinventarwert der im ETF enthaltenen Vermögenswerte abweichen.

ETFs gelten häufig als kostengünstige Anlageinstrumente. Wie günstig ein ETF tatsächlich ist, hängt jedoch nicht nur von den laufenden Fondskosten ab. Auch Handelskosten, Spreads, Steuern und die konkrete Umsetzung der Anlagestrategie können eine Rolle spielen.

Ein ETF ist zudem nicht automatisch gut diversifiziert. Ein ETF kann beispielsweise nur in eine einzelne Branche, ein bestimmtes Land oder eine kleine Gruppe von Unternehmen investieren. Entscheidend ist deshalb nicht das Etikett «ETF», sondern was tatsächlich drinsteckt.

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