Portfolio Turnover bezeichnet, wie stark die Anlagen eines Fonds oder Portfolios innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgetauscht werden. Die entsprechende Kennzahl wird häufig als Portfolio Turnover Ratio oder kurz PTR bezeichnet.
Ein hoher Portfolio Turnover bedeutet, dass vergleichsweise viele Positionen gekauft und verkauft wurden. Ein tiefer Wert deutet dagegen darauf hin, dass das Portfolio weniger häufig umgeschichtet wurde.
Für Anlegerinnen und Anleger ist die Kennzahl insbesondere wegen der damit verbundenen Kosten interessant. Häufige Käufe und Verkäufe können höhere Transaktionskosten verursachen und damit die tatsächlich erzielte Rendite belasten.
Ein hoher Portfolioumschlag ist allerdings nicht automatisch schlecht. Umschichtungen können Bestandteil einer Anlagestrategie sein oder aufgrund von Marktbewegungen, Einzahlungen und Auszahlungen notwendig werden. Auch ein Rebalancing kann zu Transaktionen führen.
Beim Vergleich verschiedener Fonds ist zudem Vorsicht angebracht. Die Berechnung des Portfolio Turnover kann je nach Methode und Anbieter unterschiedlich ausfallen. Kennzahlen sollten deshalb nur miteinander verglichen werden, wenn sie auf derselben Berechnungsgrundlage beruhen.
Portfolio Turnover sagt also nicht, ob ein Portfolio gut verwaltet wird. Die Kennzahl zeigt vielmehr, wie viel darin bewegt wird. Viel Aktivität und viel Mehrwert sind schliesslich nicht dasselbe.