Wie wird mein Kind Millionär:in? Mit Sparplan und Säule 3a zur Million
Reichtum bedeutet nicht, möglichst viele Nullen auf dem Konto zu haben. Sondern die Freiheit, Entscheidungen nicht vom Kontostand abhängig machen zu müssen.
Wer früh für sein Kind investiert und ihm später beibringt, selbst weiterzumachen, schenkt deshalb mehr als Geld: einen ziemlich grossen finanziellen Vorsprung. Und dafür braucht es weder ein Erbe noch den richtigen Lottozettel.
Es braucht vor allem zwei Dinge: Zeit und Disziplin. Den Rest können ein Sparplan und später die Säule 3a übernehmen.
Kurz zusammengefasst
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Früh starten zahlt sich aus: Je länger das Geld investiert bleibt, desto stärker wirkt der Zinseszins.
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Ein Sparplan macht es einfach: Regelmässige Einzahlungen sorgen für Disziplin – ganz ohne perfektes Börsentiming.
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Mit 18 übernimmt der Nachwuchs: Mit AHV-pflichtigem Erwerbseinkommen kann Ihr Kind die Säule 3a nutzen und selbst weiter Vermögen aufbauen.
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Die Million braucht vor allem Zeit: 200 Franken monatlich ab Geburt plus später 500 Franken pro Monat können bei 5 Prozent durchschnittlicher Rendite bis 65 zu rund 1,8 Millionen Franken werden.
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Das eigentliche Ziel ist finanzielle Freiheit: Vermögen schafft Spielraum, um Entscheidungen weniger vom Kontostand abhängig zu machen.
Der einfachste Trick: bei Geburt mit dem Sparplan starten
Zeit + Sparplan = Vermögen.
Nehmen wir an, Sie investieren ab der Geburt Ihres Kindes jeden Monat 200 Franken:
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Start: ab Geburt
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Sparbetrag: 200 Franken pro Monat
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Laufzeit: 18 Jahre
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angenommene durchschnittliche Rendite: 5 Prozent pro Jahr
Zum 18. Geburtstag sind daraus rund 70'000 Franken geworden. Selbst eingezahlt haben Sie lediglich 43'200 Franken.
Die Differenz? Hat zu einem grossen Teil der Zinseszins erwirtschaftet. Er ist geduldig, verlangt kein Taschengeld und arbeitet sogar während der Pubertät zuverlässig weiter.
Natürlich sind die 5 Prozent eine Modellannahme und keine Renditegarantie. An den Finanzmärkten schwanken die Renditen – manchmal deutlich. Je länger der Anlagehorizont, desto mehr Zeit bleibt jedoch, solche Schwankungen auszusitzen.
Warum ein Sparplan so gut funktioniert
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Automatisch und bequem: Einmal eingerichtet, läuft der Sparplan von selbst. Kein monatliches «Ach, dä Monet lieber nöd».
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Disziplin ohne Willenskraft: Wer jeden Monat manuell entscheiden muss, ob er spart, entscheidet sich irgendwann auch einmal dagegen. Ein automatischer Sparplan kennt diese Versuchung nicht.
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Regelmässig statt perfektes Timing: Mit konstanten Einzahlungen investieren Sie bei hohen wie bei tiefen Kursen. Sie müssen also nicht erraten, wann der perfekte Einstiegszeitpunkt gekommen ist.
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Kleine Beträge bekommen viel Zeit: Beim langfristigen Vermögensaufbau ist nicht nur entscheidend, wie viel Sie investieren, sondern auch, wie lange das Geld investiert bleibt.
Bei Descartes können Sie ein Kinderportfolio eröffnen und bereits ab 10 Franken investieren – auch mit Sparplan. Descartes zählt zu den besten Vermögensverwaltern der Schweiz – laut BILANZ und finanzen.ch.
Mit 18 übernimmt Ihr Kind: Bühne frei für die Säule 3a
Das Investment-Sparsäuli ist ein guter Anfang. Aber irgendwann sollte der Nachwuchs selbst übernehmen.
Sobald Ihr Kind ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen erzielt, kann es in die Säule 3a einzahlen. Und wieder gilt: Je früher, desto mehr Zeit bekommt der Zinseszins.
Die Säule 3a verbindet dabei zwei Vorteile: langfristigen Vermögensaufbau und Steuerersparnis. Einzahlungen können bis zum jeweils geltenden Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
Der Ansatz bleibt derselbe wie beim Kinderportfolio: regelmässig einzahlen, langfristig investieren und nicht bei jedem Börsengewitter nervös werden.
Wer wissen möchte, warum sich ein früher Start besonders lohnt, findet mehr dazu im Beitrag «Säule 3a: Ab welchem Alter anfangen?».
Die Rechnung: So könnte aus 200 Franken pro Monat eine Million werden
Jetzt wird gerechnet. Keine Sorge, der Zinseszins übernimmt den anstrengenden Teil.
Phase 1: Die Eltern investieren während 18 Jahren
Die Eltern investieren ab Geburt jeden Monat 200 Franken.
Bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent pro Jahr ergibt das zum 18. Geburtstag ein Vermögen von rund 70'000 Franken.
Davon stammen 43'200 Franken aus Einzahlungen. Der Rest ist Wertentwicklung.
Und jetzt kommt der interessante Teil: Würden diese rund 70'000 Franken danach einfach weiter zu durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr investiert bleiben, könnten sie bis zum Alter von 65 Jahren allein auf rund 700'000 Franken anwachsen.
Ohne eine einzige weitere Einzahlung.
Zeit ist beim Investieren eben nicht nur Geld. Zeit macht Geld.
Phase 2: Das Kind übernimmt mit der Säule 3a
Nun übernimmt Ihr Kind.
Nehmen wir an, es investiert ab 18 zusätzlich 500 Franken pro Monat – beispielsweise über die Säule 3a, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen und Einzahlungslimiten dies zulassen.
Bleiben sowohl das Startkapital als auch die zusätzlichen Einzahlungen langfristig investiert und erzielen im Durchschnitt 5 Prozent Rendite pro Jahr, ergibt sich bis 65 ein Gesamtvermögen in der Grössenordnung von 1,8 Millionen Franken.
Die Million wäre unter diesen Modellannahmen also nicht nur erreicht, sondern deutlich überschritten.
Der Weg zur Million: Mit Startkapital + Säule-3a-Sparplan
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Alter |
Ungefähres Gesamtvermögen* |
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18 |
70'000 Franken |
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30 |
225'000 Franken |
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50 |
800'000 Franken |
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65 |
1'800'000 Franken |
*Vereinfachtes Rechenbeispiel bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent pro Jahr und konstanten monatlichen Einzahlungen. Gebühren, Steuern, Inflation und Marktschwankungen sind nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Wertentwicklung kann höher oder tiefer ausfallen.
Was Eltern ihrem Kind eigentlich schenken
Natürlich wird Ihr Kind nicht über Nacht reich. Und 5 Prozent Rendite stehen nicht jedes Jahr brav unter dem Weihnachtsbaum.
Aber während Ihr Kind Mathe büffelt, Fussball spielt oder Gitarre übt, kann im Hintergrund bereits Vermögen wachsen. Erst mit Ihrem Geld. Später mit seinem eigenen.
Der entscheidende Faktor ist dabei weniger ein spektakuläres Investment als etwas viel Langweiligeres: früh anfangen und lange dranbleiben.
Denn am Ende geht es nicht darum, Millionär auf dem Papier zu sein. Es geht darum, Entscheidungen treffen zu können, ohne dass Geld jedes Mal das letzte Wort hat.
Und dafür kann man kaum zu früh anfangen.
FAQ: Wie wird mein Kind Millionär:in?
Wie früh sollte ich für mein Kind investieren?
Je früher, desto besser. Wer bereits ab Geburt investiert, gibt dem angelegten Geld besonders viel Zeit, vom Zinseszinseffekt zu profitieren.
Wie viel sollte ich monatlich für mein Kind sparen?
Das hängt von Ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Auch 50 oder 100 Franken pro Monat können über einen langen Anlagehorizont zu einem beträchtlichen Vermögen anwachsen. Entscheidend sind Regelmässigkeit und Zeit.
Warum eignet sich ein Sparplan für Kinder?
Ein Sparplan automatisiert das Investieren. Sie zahlen regelmässig denselben Betrag ein und müssen nicht versuchen, den perfekten Zeitpunkt an der Börse zu erwischen. Gerade bei einem Anlagehorizont von vielen Jahren ist diese Disziplin wertvoll.
Kann mein Kind mit 18 in die Säule 3a einzahlen?
Entscheidend ist nicht der 18. Geburtstag, sondern ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen. Sobald Ihr Kind ein solches erzielt, kann es grundsätzlich Beiträge in die Säule 3a einzahlen.
Was passiert, wenn wir später mit dem Sparen anfangen?
Dann bleibt dem Zinseszins weniger Zeit. Um dasselbe Vermögensziel zu erreichen, müssen entsprechend höhere Beträge investiert werden. Der Zinseszins hat viele Qualitäten – Aufholjagden gehören nicht dazu.
Disclaimer: Die genannten Berechnungen sind vereinfachte Modellbeispiele und dienen der Illustration. Sie stellen keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung dar. Kapitalmarktrenditen sind nicht garantiert.