Beste Säule 3a Schweiz 2026: Anbieter im Vergleich
Die beste Säule 3a in der Schweiz hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Zu den bekannten digitalen Anbietern gehören Descartes, VIAC, finpension, frankly und True Wealth. Sie unterscheiden sich insbesondere bei Performance, Gebühren, Aktienquote, Anlagestrategie, Flexibilität und Unabhängigkeit.
Wer Säule-3a-Anbieter vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf die Gebühren achten. Entscheidend sind insbesondere die langfristige Performance nach Kosten, die Aktienquote, das eingegangene Risiko, die Diversifikation, die Flexibilität und auch die Unabhängigkeit des Anbieters.
Kurz zusammengefasst
- Die beste Säule 3a gibt es nicht für alle. Entscheidend sind Anlagehorizont, Risikofähigkeit, Kosten, Aktienquote, Anlagestrategie und Flexibilität.
- Descartes gehört bei der langfristigen Performance zu den führenden 3a-Lösungen. Im aktuellen Vergleich von Evaluno gehört Descartes Index Responsible 100 bei den Strategien mit hohem Aktienanteil zu den Top-Performern über fünf Jahre.
- Tiefe Gebühren sind wichtig, aber nicht das einzige Kriterium. Entscheidend ist, welche Rendite nach Kosten erzielt wird und welches Risiko dafür eingegangen wurde.
- Auch die Eigentümerstruktur kann ein Auswahlkriterium sein. Descartes und finpension positionieren sich als unabhängige Anbieter, während hinter anderen digitalen Vorsorgelösungen Banken stehen oder Banken beteiligt sind.
- Descartes, VIAC, finpension, frankly und True Wealth setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Deshalb lohnt sich ein Vergleich anhand der persönlichen Bedürfnisse.
Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.
Welche Kriterien sind bei einem Säule-3a-Vergleich wichtig?
Der Schweizer Markt für digitale Vorsorgelösungen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Anlegerinnen und Anleger können heute zwischen verschiedenen Anbietern, Anlagestrategien und Aktienquoten wählen.
Zu den bekannten digitalen Säule-3a-Anbietern in der Schweiz gehören unter anderem Descartes, VIAC, finpension, frankly und True Wealth.
Bei einem Vergleich sollten insbesondere folgende Kriterien berücksichtigt werden:
|
Kriterium |
Warum es wichtig ist |
|---|---|
|
Performance nach Kosten |
Zeigt, wie sich das investierte Vorsorgevermögen tatsächlich entwickelt hat |
|
Gebühren |
Reduzieren langfristig die Rendite |
|
Aktienquote |
Beeinflusst Renditechancen und Wertschwankungen |
|
Risiko |
Zeigt, welche Schwankungen für eine Rendite in Kauf genommen wurden |
|
Diversifikation |
Verteilt Risiken auf verschiedene Märkte, Regionen und Unternehmen |
|
Anlageinstrumente |
ETFs, Indexfonds und institutionelle Fonds können unterschiedliche Eigenschaften aufweisen |
|
Eigentümerstruktur & Unabhängigkeit |
Zeigt, wer hinter dem Anbieter steht und ob beispielsweise eine Bank oder Finanzgruppe beteiligt ist |
|
Flexibilität |
Relevant bei Strategiewechsel, Anbieterwechsel und späterem Bezug |
|
Mehrere 3a-Konten |
Können einen gestaffelten Bezug ermöglichen |
|
Nachhaltigkeit |
Relevant für Anlegerinnen und Anleger mit entsprechenden Präferenzen |
|
Beratung |
Kann bei der Wahl einer passenden Anlagestrategie hilfreich sein |
Die günstigste Säule 3a ist deshalb nicht automatisch die beste. Ebenso wenig sollte allein aufgrund der höchsten historischen Rendite entschieden werden.
Entscheidend ist das Gesamtpaket.
Welche Säule 3a passt zu wem?
Die Anbieter unterscheiden sich teilweise deutlich hinsichtlich Kosten, Anlagekonzept, Eigentümerstruktur und Service. Welche Lösung am besten passt, hängt deshalb von den persönlichen Prioritäten ab.
Descartes
Descartes bietet digitale Säule-3a-Lösungen mit unterschiedlichen Risikoprofilen und Anlagekonzepten an. Ein Schwerpunkt liegt auf systematischen Anlagestrategien und institutionellen Anlagefonds.
Descartes ist ein unabhängiger und eigenfinanzierter Schweizer Vermögensverwalter. Descartes nimmt keine Rückvergütungen an und ist bei der Produktauswahl nicht an eine Bank oder einen bestimmten Produktanbieter gebunden.
Descartes kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die neben Kosten Wert auf langfristige Performance, unterschiedliche Anlagekonzepte, Unabhängigkeit und die Möglichkeit einer persönlichen Beratunglegen.
Mehr über die Prinzipien und Unabhängigkeit von Descartes
VIAC
VIAC gehört zu den bekanntesten digitalen Vorsorgeanbietern der Schweiz und bietet verschiedene Anlagestrategien mit hohen Aktienquoten an.
Das Säule-3a-Angebot auf viac.ch wird von der Terzo Vorsorgestiftung der WIR Bank betrieben. VIAC und das VIAC-Logo sind geschützte Marken der WIR Bank Genossenschaft. Die VIAC Invest AG, die das separate Angebot VIAC Invest betreibt, befindet sich zu 100% im Besitz der WIR Bank Genossenschaft.
VIAC kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die eine kostengünstige, stark digital ausgerichtete Säule 3a mit hoher Aktienquote suchen.
finpension
finpension bietet digitale Vorsorgelösungen mit hohen Aktienquoten und verschiedenen Anlagestrategien an.
finpension bezeichnet sich als inhabergeführt, eigenfinanziert und unabhängig von Banken. Nach eigenen Angaben besteht keine vertragliche Verpflichtung, bestimmte Fonds zu verkaufen, und keine Depotbank ist an finpension beteiligt.
finpension kann insbesondere für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger mit einer hohen gewünschten Aktienquote und dem Wunsch nach einem bankunabhängigen Anbieter interessant sein.
frankly
frankly ist die digitale Vorsorgelösung der Zürcher Kantonalbank und wurde von dieser entwickelt.
Bei den Wertschriftenlösungen setzt frankly auf Anlageprodukte von Swisscanto. Swisscanto ist die Produktmarke der Zürcher Kantonalbank für Anlage- und Vorsorgelösungen.
frankly kann insbesondere für Personen interessant sein, die eine digitale Säule 3a mit direkter Anbindung an eine etablierte Schweizer Kantonalbank bevorzugen.
True Wealth
True Wealth bietet digitale Vermögensverwaltung und eine Säule-3a-Lösung an.
Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hält eine Minderheitsbeteiligung an True Wealth. Gleichzeitig betont True Wealth, bei seinen Anlageentscheiden und bei der Auswahl der Anlageinstrumente unabhängig zu sein. Nach Angaben des Unternehmens werden keine Fonds der BLKB angeboten oder beworben.
Für die Säule 3a werden die Vorsorgegelder bei der Vorsorgestiftung 3a Digital der BLKB aufbewahrt.
True Wealth kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die Säule 3a und freie Vermögensverwaltung innerhalb eines digitalen Anlagekonzepts kombinieren möchten.
Welche Säule-3a-Anbieter sind unabhängig – und warum ist das wichtig?
Zu den unabhängigen digitalen Säule-3a-Anbietern in der Schweiz gehören unter anderem Descartes und finpension. Andere Vorsorgelösungen gehören zu Banken oder haben Banken als bedeutende Aktionäre.
Descartes ist ein unabhängiger und eigenfinanzierter Schweizer Vermögensverwalter. Descartes gehört keiner Bank oder Finanzgruppe, erhält keine Rückvergütungen und ist bei der Auswahl der Anlageprodukte nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden.
Auch finpension bezeichnet sich als inhabergeführt, eigenfinanziert und unabhängig von Banken.
Bei anderen bekannten digitalen 3a-Lösungen ist die Eigentümerstruktur anders: frankly ist die digitale Vorsorgelösung der Zürcher Kantonalbank. Das Säule-3a-Angebot von VIAC wird über die Terzo Vorsorgestiftung der WIR Bank angeboten. An True Wealth ist die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) als Minderheitsaktionärin beteiligt.
Dabei sollte zwischen zwei Formen der Unabhängigkeit unterschieden werden: der Eigentümerstruktur und der Unabhängigkeit bei den Anlageentscheiden. Eine Beteiligung einer Bank bedeutet nicht automatisch, dass ein Anbieter bei seiner Produktauswahl eingeschränkt ist. True Wealth beispielsweise betont trotz der Beteiligung der BLKB ausdrücklich seine unabhängige Produktauswahl.
Warum kann Unabhängigkeit für Anlegerinnen und Anleger relevant sein? Ein unabhängiger Vermögensverwalter kann Anlageprodukte verschiedener Anbieter auswählen, ohne aufgrund seiner Eigentümerstruktur an die Produkte einer bestimmten Bank oder Finanzgruppe gebunden zu sein. Entscheidend ist jedoch, wie die Produktauswahl tatsächlich erfolgt und ob mögliche Interessenkonflikte transparent offengelegt werden.
Bei einem Vergleich lohnt es sich deshalb, folgende Fragen zu stellen:
-
Wem gehört der Säule-3a-Anbieter?
-
Sind Banken oder andere Finanzinstitute beteiligt?
-
Ist der Anbieter bei der Auswahl der Anlageprodukte frei?
-
Werden eigene oder konzernverbundene Produkte eingesetzt?
-
Erhält der Anbieter Rückvergütungen oder andere Vertriebsentschädigungen?
-
Wie werden mögliche Interessenkonflikte offengelegt?
Unabhängigkeit allein macht eine Säule-3a-Lösung nicht besser. Sie kann jedoch ein wichtiges Auswahlkriterium sein – insbesondere für Anlegerinnen und Anleger, die Wert auf eine möglichst freie Produktauswahl und die Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte legen.
Performance: Welche Säule 3a hat sich langfristig gut entwickelt?
Die historische Performance ist ein wichtiges Vergleichskriterium bei der Wahl einer Säule 3a. Sie sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten möglichst längere Zeiträume sowie Strategien mit einer ähnlichen Aktienquote und einem vergleichbaren Risiko gegenübergestellt werden.
Eine unabhängige Einordnung bietet der Säule-3a-Fondsvergleich von Evaluno. Evaluno vergleicht 341 Vorsorgefonds und Anlagestrategien von Schweizer Banken und digitalen Vorsorgeanbietern.
Über fünf Jahre liegt Descartes Index Responsible 100 auf Rang 3 von 341 verglichenen Vorsorgefonds und Anlagestrategien.
Zum Säule-3a-Fondsvergleich von Evaluno
Die Top 3 im Evaluno-Vergleich über 5 Jahre
|
Rang |
Vorsorgeprodukt |
Aktienanteil |
Performance 5 Jahre |
|---|---|---|---|
|
1 |
BLKB IQ Responsible Equity World ex Switzerland B (USD) |
100% |
+50,17% |
|
2 |
frankly Extreme 95 Responsible |
95% |
+42,96% |
|
3 |
Descartes Index Responsible 100 |
99% |
+40,87% |
Bildlegende: Säule-3a-Performancevergleich über fünf Jahre. Descartes Index Responsible 100 erreicht im Evaluno-Vergleich Rang 3 von 341 untersuchten Vorsorgefonds und Anlagestrategien. Quelle: Evaluno, Datenstand: 30. Juni 2026.
Descartes, VIAC, finpension und weitere 3a-Anbieter im Performancevergleich
Auch gegenüber anderen bekannten digitalen Säule-3a-Anbietern zeigt Descartes über den betrachteten Zeitraum eine starke Performance:
|
Anlagestrategie |
Aktienanteil |
Performance 5 Jahre |
|---|---|---|
|
Descartes Index Responsible 100 |
99% |
+40,87% |
|
Yuh 100 |
99% |
+40,84% |
|
VIAC Global 100 |
100% |
+39,60% |
|
frankly Extreme 95 Index |
95% |
+39,21% |
|
VIAC Global Nachhaltig 100 |
100% |
+38,98% |
|
finpension Global 100 |
100% |
+34,66% |
Damit liegt Descartes Index Responsible 100 im betrachteten Fünfjahreszeitraum sowohl im Gesamtvergleich weit vorne als auch vor verschiedenen bekannten digitalen 3a-Strategien mit ähnlich hoher Aktienquote, darunter VIAC Global 100 und finpension Global 100.
Die Zahlen sollten dennoch nicht isoliert betrachtet werden. Die einzelnen Produkte unterscheiden sich hinsichtlich Aktienquote, Portfoliozusammensetzung, Kosten, Nachhaltigkeitsansatz und Anlagestrategie. Eine höhere historische Performance bedeutet zudem nicht automatisch, dass eine Strategie für jede Anlegerin oder jeden Anleger geeigneter ist.
Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.
Ist die günstigste Säule 3a automatisch die beste?
Nein. Gebühren sind wichtig, weil sie die langfristige Rendite reduzieren. Die ausgewiesene Verwaltungsgebühr allein reicht für einen aussagekräftigen Vergleich jedoch nicht aus.
Je nach Anbieter und Lösung können beispielsweise folgende Kosten relevant sein:
-
Verwaltungsgebühren
-
Fondskosten beziehungsweise TER
-
Depot- und Plattformgebühren
-
Transaktionskosten
-
Fremdwährungskosten
-
weitere Kosten beim Kauf oder Verkauf von Anlagen
Für Anlegerinnen und Anleger ist letztlich entscheidend, welche Rendite nach Kosten erzielt wird und welches Risiko dafür eingegangen wurde.
Eine günstigere Lösung ist deshalb nicht automatisch besser. Umgekehrt rechtfertigen höhere Gebühren selbstverständlich keine schlechtere Anlageleistung.
Kosten, Performance und Risiko sollten gemeinsam betrachtet werden.
Warum die Nettoperformance wichtiger ist als die Gebühr allein
Bei digitalen Säule-3a-Lösungen stehen häufig die Gebühren im Zentrum des Vergleichs. Das ist verständlich, greift aber zu kurz.
Für das langfristige Vorsorgevermögen zählt letztlich das Ergebnis nach Kosten.
Eine Strategie mit etwas höheren Gebühren kann besser abschneiden als eine günstigere Alternative, wenn ihre Anlagestrategie über denselben Zeitraum eine entsprechend höhere Rendite erzielt.
Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, welches Risiko für diese Rendite eingegangen wurde.
Ein aussagekräftiger Vergleich betrachtet deshalb drei Faktoren gemeinsam:
Performance + Kosten + Risiko.
Welche Rolle spielt die Aktienquote?
Die Aktienquote hat einen wesentlichen Einfluss auf die langfristigen Renditechancen und die Wertschwankungen einer Säule-3a-Lösung.
Aktien bieten langfristig höhere Renditechancen als risikoärmere Anlagen. Gleichzeitig können ihre Kurse erheblich schwanken.
Eine hohe Aktienquote ist deshalb nicht für jede Person automatisch die beste Wahl.
Wer beispielsweise noch 30 Jahre bis zur Pensionierung hat, kann zwischenzeitliche Kursschwankungen möglicherweise besser verkraften als eine Person, die ihr Vorsorgevermögen in wenigen Jahren beziehen möchte.
Die passende Aktienquote hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:
-
Anlagehorizont
-
Risikofähigkeit
-
Risikobereitschaft
-
übrige Vermögenssituation
-
geplanter Bezugszeitpunkt
Nicht die maximal mögliche Aktienquote ist entscheidend, sondern diejenige, die zur persönlichen Situation passt.
Descartes in unabhängigen Säule-3a-Rankings
Descartes erzielt seit mehreren Jahren gute Platzierungen in unabhängigen Vergleichen von Schweizer Säule-3a-Lösungen.
Neben Evaluno untersucht auch die Handelszeitung regelmässig die Performance verschiedener Vorsorgeprodukte. Dabei werden neben der Rendite auch weitere Faktoren wie Risiko und Kosten berücksichtigt.
Für Anlegerinnen und Anleger ist insbesondere die Betrachtung über mehrere Jahre interessant. Ein einzelnes gutes Börsenjahr besitzt nur eine begrenzte Aussagekraft. Wiederholte gute Resultate über unterschiedliche Marktphasen liefern eine zusätzliche Perspektive auf die langfristige Entwicklung einer Anlagestrategie.
Evaluno und die Handelszeitung verwenden unterschiedliche Methoden. Ihre Rankings sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar.
Warum mehrere Säule-3a-Konten sinnvoll sein können
Beim Vergleich von Säule-3a-Anbietern sollte nicht nur die Anlagephase berücksichtigt werden. Auch der spätere Bezug des Vorsorgevermögens ist relevant.
Mehrere separate Säule-3a-Konten können einen gestaffelten Bezug ermöglichen. Dadurch lässt sich die Steuerbelastung beim Kapitalbezug je nach Kanton und persönlicher Situation reduzieren.
Es lohnt sich deshalb zu prüfen, ob ein Anbieter die Führung mehrerer 3a-Konten beziehungsweise Portfolios ermöglicht.
Säule-3a-Konto oder Wertschriftenlösung?
Bei einem klassischen Säule-3a-Konto wird das Vorsorgeguthaben verzinst. Die Wertschwankungen sind entsprechend gering.
Bei einer Wertschriftenlösung wird das Vorsorgevermögen dagegen beispielsweise in Aktien und Obligationen investiert.
Dadurch entstehen kurzfristig höhere Schwankungen, langfristig aber auch höhere Renditechancen.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt insbesondere vom Anlagehorizont und von der persönlichen Risikofähigkeit ab.
Für Personen mit einem langen Anlagehorizont kann eine Wertschriftenlösung deshalb interessant sein. Je näher der geplante Bezug rückt, desto wichtiger wird die individuelle Beurteilung des Risikos.
8 Fragen vor der Wahl einer Säule 3a
1. Wie lange bleibt mein Geld investiert?
Je länger der Anlagehorizont, desto eher können zwischenzeitliche Kursschwankungen verkraftet werden.
2. Welche Aktienquote passt zu mir?
Nicht die höchstmögliche Aktienquote ist entscheidend, sondern diejenige, die zu Ihrer Risikofähigkeit und Ihrem Anlagehorizont passt.
3. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Vergleichen Sie nicht nur die Verwaltungsgebühr, sondern auch Fonds-, Transaktions- und weitere Kosten.
4. Wie hat sich die Strategie langfristig entwickelt?
Betrachten Sie möglichst mehrere Jahre und vergleichen Sie Strategien mit ähnlicher Aktienquote und vergleichbarem Risiko.
5. Wie breit ist das Portfolio diversifiziert?
Eine breite Diversifikation über Unternehmen, Regionen und Anlageklassen kann Anlagerisiken reduzieren.
6. Wie flexibel ist die Lösung?
Prüfen Sie unter anderem, ob mehrere 3a-Konten möglich sind, wie einfach die Strategie gewechselt werden kann und welche Möglichkeiten beim späteren Bezug bestehen.
7. Möchte ich Beratung oder alles selbst entscheiden?
Einige digitale Anbieter sind konsequent auf Self-Service ausgerichtet. Andere kombinieren digitale Vermögensverwaltung mit persönlicher Beratung.
8. Wer steht hinter dem Anbieter?
Prüfen Sie, wem der Anbieter gehört und ob Banken oder andere Finanzinstitute beteiligt sind.
Dabei sollte nicht nur die Eigentümerstruktur betrachtet werden. Relevant ist auch, ob der Anbieter bei der Auswahl der Anlageprodukte unabhängig handeln kann, ob eigene oder konzernverbundene Produkte eingesetzt werden und wie mögliche Interessenkonflikte offengelegt werden.
«Bei der Wahl einer Säule 3a sollte nicht eine einzelne Kennzahl entscheiden. Langfristig relevant ist das Zusammenspiel aus Nettoperformance, eingegangenem Risiko, Diversifikation, Kosten und Flexibilität.»
Adriano Lucatelli, CEO Descartes
Fazit: Welche Säule 3a ist die beste in der Schweiz?
Eine allgemein «beste» Säule 3a gibt es nicht. Welche Lösung am besten passt, hängt vom Anlagehorizont, der Risikofähigkeit, der gewünschten Aktienquote, den Kosten, der Flexibilität und den persönlichen Anforderungen ab.
Auch die Eigentümerstruktur und die Unabhängigkeit eines Anbieters können in die Entscheidung einfliessen.
Descartes gehört aufgrund seiner langfristigen Performance und guten Platzierungen in unabhängigen Vergleichen zu den Anbietern, die bei einem Säule-3a-Vergleich berücksichtigt werden können. Als unabhängiger und eigenfinanzierter Vermögensverwalter unterscheidet sich Descartes zudem strukturell von verschiedenen digitalen Vorsorgelösungen, hinter denen Banken stehen oder an denen Banken beteiligt sind.
finpension positioniert sich ebenfalls als bankunabhängiger, inhabergeführter und eigenfinanzierter Anbieter. VIAC kann insbesondere für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger mit hoher gewünschter Aktienquote interessant sein. frankly bietet eine stark integrierte digitale Vorsorgelösung der Zürcher Kantonalbank. True Wealth verbindet seine digitale Vermögensverwaltung mit einer Säule-3a-Lösung und betont trotz der Beteiligung der BLKB seine unabhängige Produktauswahl.
Entscheidend ist deshalb nicht nur:
«Welcher Säule-3a-Anbieter ist der beste?»
Sondern:
«Welche Säule 3a passt am besten zu meiner persönlichen Situation und meinen Präferenzen?»
Häufige Fragen zur besten Säule 3a
Welche Säule 3a ist die beste in der Schweiz?
Es gibt keinen Anbieter, der für jede Person die beste Säule 3a bietet. Bei einem Vergleich sollten insbesondere langfristige Performance nach Kosten, Risiko, Aktienquote, Diversifikation, Flexibilität, Eigentümerstruktur und die persönliche Risikofähigkeit berücksichtigt werden.
Welcher Säule-3a-Anbieter hat die beste Performance?
Das hängt vom betrachteten Zeitraum, der Aktienquote und dem Risikoprofil ab. Deshalb sollten möglichst vergleichbare Strategien über längere Zeiträume betrachtet werden. Im aktuellen Evaluno-Vergleich gehört Descartes Index Responsible 100 bei den Strategien mit hohem Aktienanteil zu den Top-Performern über fünf Jahre.
Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.
Ist die günstigste Säule 3a die beste?
Nicht zwingend. Tiefe Gebühren sind wichtig, aber für das langfristige Anlageergebnis zählen auch Performance, Risiko, Diversifikation, Aktienquote und die Qualität der Anlagestrategie.
Ist eine Säule 3a mit 100% Aktien sinnvoll?
Eine sehr hohe Aktienquote kann für Personen mit langem Anlagehorizont und entsprechender Risikofähigkeit sinnvoll sein. Gleichzeitig sind stärkere Wertschwankungen möglich. Die Aktienquote sollte deshalb zur persönlichen Situation und zum geplanten Bezugszeitpunkt passen.
Spielt die Unabhängigkeit des Säule-3a-Anbieters eine Rolle?
Sie kann ein Auswahlkriterium sein. Dabei sollte zwischen der Eigentümerstruktur und der Unabhängigkeit bei Anlageentscheiden unterschieden werden.
Ein Anbieter kann beispielsweise eine Bank als Aktionärin haben und trotzdem bei der Produktauswahl unabhängig handeln. Umgekehrt kann ein unabhängiger Anbieter für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die bewusst einen Vermögensverwalter ohne Bank- oder Konzernzugehörigkeit bevorzugen.
Kann ich meine bestehende Säule 3a zu einem anderen Anbieter wechseln?
Grundsätzlich kann bestehendes Säule-3a-Guthaben von einer Vorsorgeeinrichtung zu einer anderen übertragen werden. Vor einem Wechsel sollten insbesondere Kosten, Anlagestrategie und Transferbedingungen geprüft werden.
Wie viele Säule-3a-Konten sind sinnvoll?
Mehrere 3a-Konten können einen gestaffelten Bezug ermöglichen und dadurch je nach Kanton und persönlicher Situation steuerliche Vorteile bieten. Wie viele Konten sinnvoll sind, hängt insbesondere vom angesparten Vorsorgevermögen und der geplanten Auszahlung ab.
Sollte ich bei der Säule 3a stärker auf Performance oder Gebühren achten?
Beides ist relevant. Gebühren reduzieren die Rendite, tiefe Gebühren allein garantieren jedoch kein besseres Anlageergebnis. Sinnvoll ist ein Vergleich der langfristigen Performance nach Kosten unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos.
Quellen und Methodik
Die Angaben zu Performance und Rankings basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen von Evaluno und der Handelszeitung sowie auf öffentlich verfügbaren Anbieterinformationen.
Datenstand der Performanceangaben: 30. Juni 2026.
Die verschiedenen Rankings und Anbieter unterscheiden sich hinsichtlich Methodik, Anlagestrategie, Aktienquote und Risiko. Ranglisten und Performancezahlen sind deshalb nicht ohne Weiteres direkt miteinander vergleichbar.
Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.
Disclaimer: Unsere Fachbeiträge sollen wichtige Finanzthemen verständlich und zugänglich machen. Dabei setzen wir auf eine unabhängige und objektive Aufbereitung der Inhalte. Trotz sorgfältiger Recherche und regelmässiger Aktualisierung können wir jedoch keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen übernehmen.
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