Vorsorgefonds: So lassen Sie bei der Pensionierung kein Geld liegen

Bei der Pensionierung müssen Sie Ihre Vorsorgefonds-Anteile veräussern. Der Zeitpunkt kann aber unter Umständen schlecht sein – zum Beispiel, wenn die Börsen gerade eine Talfahrt machen. Überlassen Sie darum nichts dem Zufall. 

Es wäre schade, wenn Sie aufgrund eines ungünstigen Verkaufszeitpunkts unnötig Geld verlieren. Weil uns Ihr Geld wichtig ist, bieten wir hier einige wertvolle Tipps, und allen Descartes Kund:innen eine einmalige Lösung.

Passen Sie Ihr Vorsorgeportfolio einige Jahre vor der Pensionierung an

Sind Sie nach der Pensionierung sofort auf Ihr Vorsorgeguthaben oder einen Teil angewiesen? Dann ist es sinnvoll, wenn Sie einige Jahre im Voraus das Risiko minimieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten für Ihre Säule 3a oder die Freizügigkeit:

  • Sie fangen schrittweise an, die Aktienquote Ihrer Fonds zu reduzieren.
  • Sie können Ihr Vorsorgeguthaben ganz oder teilweise in ein reines Sparkonto umlagern.

Damit schützen Sie sich davor, dass kurz vor Ihrer Pensionierung ein Kurssturz an der Börse einen beträchtlichen Teil Ihres Vorsorgekapitals vernichtet.

Idealerweise bleiben Sie investiert, aber es gibt einen Haken

Falls Sie über genügend finanzielle Reserven verfügen, lohnt es sich, Ihre Vorsorgefonds weiterhin investiert zu lassen. So können Sie allfällige Verluste, die kurz vor der Pensionierung entstanden sind, aussitzen.

In diesem Fall müssen Sie eine Wertschriftenlösung finden, in welche Sie Ihre Vorsorgefonds ins freie Vermögen (Säule 3b) direkt überführen können. Direkt bedeutet, dass die Fonds beim gleichen Finanzinstitut bleiben und damit keine Transaktionsgebühren anfallen. Diese können je nach Vermögen nämlich horrend sein. Bei vielen Finanzinstituten ist ein solcher Übertrag nicht möglich, da die Fonds nicht für den Vertrieb im freien Vermögen zugelassen sind, und Sie damit die Gelder zu einem anderen Betreiber (teuer) verschieben müssen. 

Bei Descartes können Sie Ihre Vorsorgefonds kostenlos in 3b-Anlagefonds übertragen

Bei uns ist die direkte Weiterführung möglich, da wir die gleichen institutionellen Fonds in der Vorsorge und im freien Vermögen einsetzen. Die Depotbank ist und bleibt auch nach dem Übertrag die Lienhardt & Partner Privatbank Zürich. Sie können also dieselbe bewährte Anlagestrategie mit den gleichen Bausteinen im Privatvermögen weiterführen, ohne dass hohe Gebühren für Sie anfallen.

Die oben ausgeführten Vorteile überwiegen unserer Meinung nach eindeutig kleinere Einbussen, wie zum Beispiel, dass Sie ausländische Quellensteuern in Ihren Vorsorgefonds nicht zurückfordern können. Diese «Gewinne» im Promille-Bereich werden durch Überweisungsgebühren gleich wieder vernichtet, wie wir in einem anderen Blogartikel ausführlich darlegen.

Wie funktioniert der Übertrag des Vorsorgefonds bei Descartes?

Technisch gesehen erfolgt zuerst ein Verkauf des 3a- beziehungsweise Freizügigkeits-Portfolios, da es zu einer Änderung des wirtschaftlich Berechtigten kommt (von der Stiftung bei der Säule 3a beziehungsweise der Freizügigkeit zu Ihnen im 3b). Aus diesem Grund können wir die Fonds nicht gleichzeitg zurückkaufen. Während dieser Zeit (ungefähr eine Woche) haben Sie womöglich ein Kursrisiko. Sollte in dieser Zeit der Portfoliowert sinken, können Sie es zu einem günstigeren Kurs erwerben. Steigt der Wert hingegen, muss der Erwerb zu höheren Preisen erfolgen.

Sobald die Fonds verkauft sind, wird das Bargeld auf das neue, auf Ihren Namen lautende Descartes-Invest-Konto bei der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich übertragen und als freies Vermögen neu investiert. So kann das ursprüngliche Vorsorgeportfolio 1:1 weitergeführt werden.

Bei dieser «Fonds-Übertragung» fallen keine Transaktionsgebühren an. Das ist ein grosser Vorteil, denn bei anderen Anbietern können sich die Kosten schnell auf mehrere Tausend Franken belaufen.

Bitte beachten Sie, dass Sie nicht das ganze Geld wieder anlegen, da später Kapitalleistungssteuern auf dem 3a beziehungsweise auf dem FZ anfallen (ungefähr 8 Prozent bis 12 Prozent auf dem Gesamtbetrag).

Welche Gebühren bezahlen Sie nach der Pensionierung bei Descartes Invest? 

Die jährlichen Gebühren bei Descartes Invest (3b) sind um 0,20 Prozent höher, als bei der Descartes Säule 3a oder der Descartes Freizügigkeit. Sie bezahlen bei Descartes Invest 0,60 Prozent pro Jahr (0,3 Prozent für Descartes / 0,3 Prozent für Lienhardt), statt wie bisher 0,40% Prozent bei den Vorsorgefonds. Hingegen ist der e-Steuerauszug für Sie inbegriffen. Die TER bleiben die gleichen, da es sich um die gleichen Fonds handelt.

Wann lohnt es sich, die Vorsorgefonds ins freie Vermögen zu übertragen?

Insbesondere dann, wenn Sie eine längere Lebenserwartung und weiterhin andere regelmässige Einkünfte aus Ihrem Ruhestand haben.