Robo-Advisor Vergleich Schweiz 2026: Welcher Anbieter passt zu Ihnen?

Robo-Advisors ermöglichen es, Vermögen digital und weitgehend automatisiert anzulegen. Doch welcher Anbieter passt zu den eigenen Bedürfnissen? Die Unterschiede liegen nicht nur bei den Gebühren, sondern auch bei Anlagestrategie, Mindestanlage, persönlicher Beratung, Flexibilität und zusätzlichen Leistungen.

In diesem Robo-Advisor-Vergleich betrachten wir verschiedene Schweizer Anbieter anhand einheitlicher Kriterien. Dabei geht es nicht darum, einen pauschalen Testsieger zu bestimmen, sondern herauszufinden, welche Lösung für welchen Anlegertyp interessant sein kann.

Stand: August 2026. Anbieterinformationen und Gebühren können sich ändern.

Kurz gesagt

  • Den besten Robo-Advisor für alle gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Leistungen zu Ihren persönlichen Anforderungen passen.

  • Kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger sollten neben der Verwaltungsgebühr auch Produkt-, Transaktions-, Depot- und Fremdwährungskosten berücksichtigen.

  • Self-Service und Beratung unterscheiden sich deutlich: Einige Anbieter sind weitgehend digital ausgerichtet, andere kombinieren digitale Vermögensverwaltung mit persönlicher Beratung.

  • Mindestanlage und Flexibilität können insbesondere relevant sein, wenn Sie mit kleineren Beträgen oder einem regelmässigen Sparplan starten möchten.

  • Performance allein ist kein sinnvolles Auswahlkriterium. Renditen sollten immer im Zusammenhang mit Risiko, Anlagestrategie, Zeitraum und Kosten betrachtet werden.

Transparenzhinweis: Dieser Vergleich wird von Descartes veröffentlicht. Descartes ist selbst Anbieter digitaler Vermögensverwaltung und hat damit ein wirtschaftliches Interesse am Thema. Anbieterinformationen und Gebühren basieren nach Möglichkeit auf öffentlich verfügbaren Angaben der jeweiligen Anbieter. Die Vergleichskriterien und Methodik werden nachfolgend offengelegt.

Die wichtigsten Robo-Advisors der Schweiz im Vergleich

Anbieter

Verwaltungsgebühr p.a.

Produktkosten p.a.

Mindestanlage

Beratung

Ausrichtung

Descartes

0,45–0,60%

0,21–0,25%

ab CHF 10

Persönlich inklusive

Digitale Vermögensverwaltung + Beratung

VIAC Invest

0,25%

0,21–0,27%

ab CHF 1

Digital

Kostenorientiertes Self-Service

finpension Invest

0,39%

0,08–0,15%

ab CHF 1

Digital

Kostenorientiertes digitales Investieren

findependent

bis 0,40%*

0,12–0,25%

ab CHF 500

Digital

Einfaches digitales Self-Service

True Wealth

0,50%**

0,12–0,21%

ab CHF 8'500

Digital

Automatisierte Vermögensverwaltung

Selma Finance

0,68%***

rund 0,22%

ab CHF 2'000

Digital

Automatisiertes Investieren mit digitaler Begleitung

* findependent: bis 0,40% Verwaltungsgebühr bei einem Anlagevermögen von CHF 2'000 bis CHF 50'000.
** True Wealth: 0,50% Verwaltungsgebühr bis CHF 500'000 Anlagevermögen.
*** Selma Finance: 0,68% Verwaltungsgebühr bis CHF 50'000 Anlagevermögen.

Kostenhinweis: Die Gebührenmodelle und enthaltenen Leistungen unterscheiden sich und sind deshalb nicht direkt 1:1 vergleichbar. Produktkosten können je nach Anlagestrategie und eingesetzten Anlageprodukten variieren. Angaben gemäss Anbieterinformationen, Stand August 2026.

Welcher Anbietertyp passt zu Ihnen?

Tiefe Kosten stehen im Vordergrund?

Dann lohnt sich ein genauer Vergleich kostenorientierter Self-Service-Angebote. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Verwaltungsgebühr, sondern die Gesamtkosten.

Sie möchten möglichst wenig selbst verwalten?

Dann kann eine weitgehend automatisierte digitale Vermögensverwaltung interessant sein.

Persönliche Beratung ist Ihnen wichtig?

Dann sollten Sie prüfen, welche Anbieter neben der digitalen Vermögensverwaltung tatsächlich Zugang zu persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern bieten.

Sie möchten ETFs und Ihre Portfolioaufteilung selbst bestimmen?

Dann benötigen Sie möglicherweise gar keinen Robo-Advisor. Ein Broker und ein selbst verwaltetes Portfolio können besser zu Ihren Anforderungen passen.

→ Selbst investieren oder Robo-Advisor: Was passt zu Ihnen?

Was ist ein Robo-Advisor?

Ein Robo-Advisor ist eine digitale Form der Vermögensverwaltung. Auf Basis von Anlagezielen, Anlagehorizont und Risikobereitschaft wird eine Anlagestrategie bestimmt und das Portfolio anschliessend weitgehend automatisiert verwaltet.

Je nach Anbieter gehören dazu beispielsweise:

  • die Zusammenstellung eines diversifizierten Portfolios,

  • die Investition neuer Einzahlungen,

  • das Rebalancing,

  • die laufende Überwachung der Portfolioaufteilung und

  • weitere Dienstleistungen wie Spar- und Entnahmepläne oder persönliche Beratung.

Der konkrete Leistungsumfang unterscheidet sich je nach Anbieter.

→ Ausführliche Definition: Was ist ein Robo-Advisor?

Ist ein Robo-Advisor die richtige Lösung für Sie?

Bevor Sie einzelne Anbieter vergleichen, lohnt sich eine grundsätzliche Frage: Möchten Sie Ihre Anlagen selbst auswählen und verwalten oder die Portfolioverwaltung delegieren?

→ Selbst investieren oder Robo-Advisor: Was passt zu Ihnen?

Für wen eignet sich ein Robo-Advisor?

Ein Robo-Advisor eignet sich insbesondere für Anlegerinnen und Anleger, die langfristig investieren möchten, ohne ihr Portfolio selbst laufend verwalten zu müssen.

Eine digitale Vermögensverwaltung kann interessant sein, wenn Sie regelmässig Geld investieren möchten, Wert auf Diversifikation legen und weder einzelne Anlagen auswählen noch Ihr Portfolio selbst rebalancen möchten.

Wer dagegen gerne selbst ETFs auswählt, Börsenorders platziert und die Asset Allocation kontrolliert, benötigt nicht zwingend einen Robo-Advisor.

Was macht einen guten Robo-Advisor aus?

Beim Vergleich wird häufig zuerst auf die Verwaltungsgebühr geschaut. Das ist verständlich, greift aber zu kurz.

Für diesen Vergleich betrachten wir sieben Kriterien, die bei der Auswahl eines Robo-Advisors relevant sein können. Wie wichtig die einzelnen Kriterien sind, hängt von den individuellen Bedürfnissen der Anlegerinnen und Anleger ab.

1. Gesamtkosten vergleichen

Eine Verwaltungsgebühr von 0,4% klingt zunächst besser als 0,6%. Entscheidend ist aber, welche weiteren Kosten anfallen und welche Leistungen in der Gebühr enthalten sind.

Dazu können gehören:

  • Produktkosten beziehungsweise TER,

  • Depotgebühren,

  • Transaktionskosten,

  • Fremdwährungskosten,

  • Stempelabgaben,

  • Kosten für Steuerunterlagen und

  • Beratungsgebühren.

Bei den hier verglichenen Robo-Advisors liegen die ausgewiesenen Verwaltungsgebühren – abhängig von Anbieter, Anlagebetrag und Anlagemodell – zwischen 0,25% und 0,68% pro Jahr. Hinzu kommen in der Regel Produktkosten.

Die Verwaltungsgebühr allein sagt deshalb noch nicht, welcher Robo-Advisor tatsächlich am günstigsten ist. Anlegerinnen und Anleger sollten möglichst die Gesamtkosten einer vergleichbaren Strategie und die darin enthaltenen Leistungen betrachten.

Bei Descartes Invest beträgt die Verwaltungsgebühr je nach Anlagemodell 0,45 bis 0,60 % pro Jahr exkl. MwSt. Für Passiv beträgt sie 0,60%, für Minimum Risk und Minimum Risk BTC 0,45%. Hinzu kommen Produktkosten von rund 0,21 bis 0,25% pro Jahr. Persönliche Beratung, Depotführung, Transaktionskosten und Fremdwährungsgebühren sind im Angebot enthalten.

→ Mehr zu den Gebühren bei Descartes

2. Anlagestrategie

Zwei Robo-Advisors mit derselben Aktienquote können sehr unterschiedliche Portfolios haben.

Zu prüfen sind beispielsweise:

  • Indexierung: Wird der Markt möglichst kostengünstig nachgebildet?

  • Risikomanagement: Wie wird das Risiko innerhalb des Portfolios gesteuert?

  • Diversifikation: Wie breit ist das Portfolio über Länder, Branchen und Anlageklassen verteilt?

  • Produkte: Kommen ETFs, Indexfonds, institutionelle Fonds oder eigene Produkte des Anbieters zum Einsatz?

Descartes bietet derzeit drei regelbasierte Modelle: Passiv, Minimum Risk und Minimum Risk BTC.

→ Welche Anlagestrategie soll ich wählen?

3. Performance – aber richtig vergleichen

Historische Renditen sind interessant, sollten aber nie isoliert verglichen werden.

Ein Portfolio mit einer sehr hohen Aktienquote kann naturgemäss eine höhere Rendite erzielen als ein defensiveres Portfolio. Das macht den ersten Anbieter nicht automatisch zum besseren Vermögensverwalter.

Aussagekräftiger ist die Frage:

Welche Nettorendite wurde nach Kosten bei welchem Risiko erzielt?

Dazu sollten möglichst vergleichbare Risikoprofile und identische Zeiträume betrachtet werden.

Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

4. Sparplan und Automatisierung

Ein wichtiger Vorteil digitaler Vermögensverwaltung ist die Möglichkeit, regelmässiges Investieren weitgehend zu automatisieren.

Idealerweise richten Anlegerinnen und Anleger einen Dauerauftrag ein, neue Einzahlungen werden gemäss der gewählten Strategie investiert und das Portfolio wird laufend überwacht beziehungsweise rebalanciert.

Das kann auch psychologisch hilfreich sein: Statt jeden Monat neu darüber nachzudenken, ob gerade der richtige Einstiegszeitpunkt ist, folgt man einem definierten Prozess.

→ Mehr zum Zinseszinseffekt beim Geldanlegen

5. Mindestanlage und Flexibilität

Ein Robo-Advisor sollte zu Ihrer finanziellen Situation und Ihren Anlagezielen passen.

Achten Sie beispielsweise auf folgende Fragen:

  • Ab welchem Betrag kann ich starten?

  • Gibt es eine Mindest-Sparrate?

  • Kann ich Einzahlungen pausieren?

  • Kann ich Geld wieder beziehen?

  • Kann ich mehrere Portfolios führen?

  • Kann ich unterschiedliche Anlageziele trennen?

  • Gibt es einen Entnahmeplan?

Gerade mehrere Portfolios können sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Anlageziele verfolgt werden – beispielsweise langfristiger Vermögensaufbau, Geldanlage für Kinder oder spätere Entnahmen im Ruhestand.

6. Persönliche Beratung

Beim Umfang der persönlichen Beratung unterscheiden sich digitale Vermögensverwalter deutlich.

Bei Self-Service-Lösungen erfolgt ein grosser Teil der Interaktion digital. Das kann für Anlegerinnen und Anleger, die wenig Beratungsbedarf haben, völlig ausreichend sein.

Komplexer können beispielsweise Fragen wie diese sein:

  • Soll ich zuerst in die Säule 3a oder ins freie Vermögen investieren?

  • Wie investiere ich ausbezahltes Kapital aus der Pensionskasse?

  • Wie viel Risiko kann ich mir vor der Pensionierung leisten?

  • Sollte ich meine Strategie nach starken Kursverlusten ändern?

In solchen Situationen kann der Zugang zu einer Fachperson hilfreich sein.

Bei Descartes ist persönliche Beratung Teil des Angebots. Fragen können per E-Mail, Video oder im persönlichen Gespräch geklärt werden.

7. Unabhängigkeit und Interessenkonflikte

Auch die Struktur und das Geschäftsmodell des Anbieters sollten berücksichtigt werden.

Relevant sind beispielsweise folgende Fragen:

  • Werden eigene Produkte eingesetzt?

  • Gibt es Retrozessionen?

  • Welche Depotbank wird verwendet?

  • Wie verdient der Anbieter sein Geld?

  • Ist die Produktauswahl eingeschränkt?

  • Wie werden mögliche Interessenkonflikte offengelegt?

Ein seriöser Anbieter sollte sein Geschäftsmodell und mögliche Interessenkonflikte transparent darstellen.

Methodik des Robo-Advisor-Vergleichs

Für diesen Vergleich berücksichtigen wir öffentlich verfügbare Informationen der Anbieter. Betrachtet werden insbesondere:

  • Verwaltungsgebühren,

  • Produktkosten,

  • Mindestanlage,

  • Anlagestrategie,

  • Automatisierung und Rebalancing,

  • Flexibilität,

  • persönliche Beratung und

  • weitere relevante Leistungen.

Stichtag der Anbieterinformationen: August 2026.

Gebühren und Leistungen können sich jederzeit ändern. Zudem sind Gebührenmodelle nicht immer direkt miteinander vergleichbar: Bei einzelnen Anbietern sind bestimmte Leistungen in der Verwaltungsgebühr enthalten, während sie bei anderen separat verrechnet werden oder nicht angeboten werden.

Performance wird nicht als isoliertes Rankingkriterium verwendet. Historische Renditen sind nur sinnvoll vergleichbar, wenn unter anderem Risiko, Anlagequote, Zeitraum und Kosten berücksichtigt werden.

Interessenkonflikt: Descartes ist Herausgeber dieses Vergleichs und zugleich selbst Anbieter digitaler Vermögensverwaltung. Wir legen diesen Umstand offen und bemühen uns um eine sachliche Darstellung der Anbieter anhand nachvollziehbarer Kriterien.

Welcher Robo-Advisor ist der beste in der Schweiz?

Die bessere Frage lautet: Welcher Robo-Advisor passt am besten zu Ihren Anforderungen?

VIAC Invest: kostenorientiertes Self-Service-Investieren

VIAC Invest richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die eine kostengünstige digitale Lösung suchen und ihre Strategie weitgehend selbständig wählen möchten.

Verwaltungsgebühr: 0,25% pro Jahr
Produktkosten: je nach Anlagestrategie rund 0,21 bis 0,27% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 1
Beratung: digital
Ausrichtung: kostenorientiertes Self-Service-Investieren

findependent: einfacher digitaler Einstieg

findependent positioniert sich als unkomplizierte digitale Anlagelösung mit Fokus auf eine einfache, selbständige Vermögensanlage.

Verwaltungsgebühr: bis zu 0,40% pro Jahr im genannten Anlagebereich
Produktkosten: je nach Anlagelösung rund 0,12 bis 0,25% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 500
Beratung: digital
Ausrichtung: einfacher digitaler Einstieg und Self-Service

finpension Invest: digital und kostenorientiert

finpension ist insbesondere aus dem Schweizer Vorsorgemarkt bekannt und bietet auch Lösungen für freies Vermögen.

Verwaltungsgebühr: 0,39% pro Jahr
Produktkosten: je nach Anlagestrategie rund 0,08 bis 0,15% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 1
Beratung: digital
Ausrichtung: kostenorientiertes digitales Investieren

True Wealth: automatisierte digitale Vermögensverwaltung

True Wealth gehört zu den etablierten Schweizer Robo-Advisors und bietet eine stark automatisierte Vermögensverwaltung. Die Mindestanlage liegt höher als bei mehreren anderen hier verglichenen Lösungen.

Verwaltungsgebühr: 0,50% bis CHF 500'000 Anlagevermögen
Produktkosten: je nach Portfolio rund 0,12 bis 0,21% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 8'500
Beratung: digital
Ausrichtung: weitgehend automatisierte Vermögensverwaltung

Selma Finance: automatisiertes Investieren mit digitaler Begleitung

Selma verfolgt einen stark automatisierten Ansatz und legt Wert auf eine einfache digitale Nutzerführung.

Verwaltungsgebühr: 0,68% bis CHF 50'000 Anlagevermögen
Produktkosten: rund 0,22% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 2'000
Beratung: digital
Ausrichtung: automatisiertes Investieren mit digitaler Begleitung

Descartes: digitale Vermögensverwaltung mit persönlicher Beratung

Descartes kombiniert digitale und regelbasierte Vermögensverwaltung mit persönlicher Beratung. Neben freiem Vermögen können auch Säule-3a- und Freizügigkeitsvermögen über Descartes angelegt werden.

Für Descartes Invest stehen die Anlagemodelle Passiv, Minimum Risk und Minimum Risk BTC zur Verfügung. Die konkrete Portfolioverwaltung wird nach Wahl der Strategie delegiert.

Verwaltungsgebühr: je nach Anlagemodell 0,45 bis 0,60% pro Jahr exkl. MwSt.
Produktkosten: rund 0,21 bis 0,25% pro Jahr
Mindestanlage: ab CHF 10
Beratung: persönliche Beratung inklusive
Ausrichtung: digitale Vermögensverwaltung für Anlegerinnen und Anleger, die Portfolioverwaltung delegieren und gleichzeitig Zugang zu persönlicher Beratung wünschen

Robo-Advisor oder ETFs selbst kaufen?

Wer ETFs selbst über einen Broker kauft, kann mehr Kontrolle über Produktauswahl und Portfolioaufteilung behalten und häufig tiefere Verwaltungskosten erzielen. Dafür müssen Auswahl, Investitionen, Portfolioüberwachung und Rebalancing selbst übernommen werden.

Bei einem Robo-Advisor werden diese Aufgaben ganz oder teilweise delegiert.

Welche Variante besser passt, hängt deshalb insbesondere von Zeit, Anlagewissen, gewünschter Kontrolle und Beratungsbedarf ab.

→ Selbst investieren oder Robo-Advisor: Was passt zu Ihnen?

Robo-Advisor oder Bank?

Auch hier gibt es keinen pauschalen Sieger.

Klassische Banken bieten häufig ein breiteres Dienstleistungsspektrum – vom Zahlungsverkehr über Hypotheken bis zur Vermögensverwaltung. Digitale Vermögensverwalter konzentrieren sich stärker auf den Anlageprozess und können durch Automatisierung andere Kosten- und Servicemodelle anbieten.

Bei einem Vergleich sollte deshalb nicht nur die Frage gestellt werden:

Was kostet es?

Sondern auch:

Welche Leistung erhalte ich dafür?

Eine digitale Self-Service-Lösung, eine hybride Vermögensverwaltung mit persönlicher Beratung und ein klassisches Vermögensverwaltungsmandat sind unterschiedliche Dienstleistungen.

Kann ich mehrere Robo-Advisors gleichzeitig nutzen?

Ja. Technisch ist das in der Regel möglich. Ob es sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.

Mehrere Anbieter können beispielsweise helfen, unterschiedliche Anlageziele zu trennen. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Komplexität, mehrere Steuerunterlagen und möglicherweise Überschneidungen zwischen den Investments.

Drei Robo-Advisors mit sehr ähnlichen globalen Aktienportfolios führen beispielsweise nicht automatisch zu einer besseren Diversifikation.

Entscheidend ist die Diversifikation der zugrunde liegenden Anlagen – nicht die Anzahl der verwendeten Plattformen.

Wie sicher sind Robo-Advisors in der Schweiz?

Bei der Sicherheit sollte zwischen Anlagerisiko, Anbieter und Verwahrung der Vermögenswerte unterschieden werden.

Aktien, Obligationen und Fonds können im Wert schwanken. Dieses Marktrisiko besteht auch bei einem Robo-Advisor.

Zusätzlich sollten Anlegerinnen und Anleger prüfen:

  • Wer erbringt die Vermögensverwaltung?

  • Welche regulatorische Struktur besteht?

  • Bei welcher Bank beziehungsweise Depotstelle werden die Vermögenswerte verwahrt?

  • Welche Kosten und möglichen Interessenkonflikte bestehen?

Ein Anbieter sollte diese Informationen transparent ausweisen.

Häufige Fragen zu Robo-Advisors in der Schweiz

Was ist der beste Robo-Advisor der Schweiz 2026?

Einen allgemein besten Robo-Advisor gibt es nicht. Welcher Anbieter am besten passt, hängt unter anderem von Kosten, Anlagestrategie, Mindestanlage, gewünschter Automatisierung, persönlicher Beratung und weiteren Leistungen ab.

Welcher Robo-Advisor ist am günstigsten?

Unter den hier verglichenen Angeboten weist VIAC Invest mit 0,25% eine besonders tiefe Verwaltungsgebühr aus. Ein Vergleich allein anhand dieser Gebühr greift jedoch zu kurz. Je nach Anbieter kommen Produktkosten und weitere Kosten hinzu, während sich auch die enthaltenen Leistungen unterscheiden.

Vergleichen Sie deshalb möglichst die Gesamtkosten einer vergleichbaren Anlagestrategie und die dafür enthaltenen Leistungen.

Lohnt sich ein Robo-Advisor für kleine Beträge?

Das kann sinnvoll sein, wenn der Anbieter eine niedrige Mindestanlage und keine hohen fixen Gebühren verlangt. Einige Schweizer Anbieter ermöglichen den Einstieg bereits mit kleinen Beträgen. Entscheidend sind neben der Mindestanlage auch die Gesamtkosten und die angebotenen Leistungen.

Ist ein Robo-Advisor besser als ein ETF-Sparplan?

Ein Robo-Advisor kann selbst ETFs oder Indexfonds einsetzen. Der wesentliche Unterschied liegt in der Dienstleistung: Beim Robo-Advisor werden Portfolioaufteilung, Investitionen und Rebalancing weitgehend übernommen. Bei einem selbst verwalteten ETF-Sparplan trägt die Anlegerin oder der Anleger diese Verantwortung selbst.

→ Selbst investieren oder Robo-Advisor: Was passt zu Ihnen?

Kann ich mit einem Robo-Advisor monatlich investieren?

Ja. Viele Robo-Advisors ermöglichen regelmässige Einzahlungen über einen Sparplan oder Dauerauftrag. Wie die Einzahlungen investiert werden und ob Mindestbeträge gelten, unterscheidet sich je nach Anbieter.

Kann ich mein Geld jederzeit wieder beziehen?

Bei Anlagen im freien Vermögen ist ein Bezug grundsätzlich möglich, wobei Verkauf und Auszahlung einige Zeit beanspruchen können. Bei gebundenen Vorsorgelösungen wie der Säule 3a gelten dagegen gesetzliche Bezugsvoraussetzungen.

Sind Robo-Advisors sicher?

Ein Robo-Advisor eliminiert das Anlagerisiko nicht. Aktien, Obligationen und andere Anlagen können an Wert verlieren. Zusätzlich sollten Anlegerinnen und Anleger die regulatorische Struktur, Depotbank, Verwahrung und Kosten des jeweiligen Anbieters prüfen.

Brauche ich persönliche Beratung bei einem Robo-Advisor?

Nicht zwingend. Für Anlegerinnen und Anleger, die eine weitgehend automatisierte Lösung suchen, kann ein Self-Service-Angebot ausreichend sein. Bei Vorsorgefragen, Pensionierung oder komplexeren finanziellen Entscheidungen kann der Zugang zu persönlicher Beratung zusätzlichen Nutzen bieten.

Fazit: Welcher Robo-Advisor passt zu Ihnen?

Den besten Robo-Advisor für alle gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Leistungen zu Ihren persönlichen Anforderungen passen.

Wer möglichst kostenorientiert und digital investieren möchte, sollte insbesondere Gesamtkosten, Anlagestrategie und Flexibilität vergleichen. Wer die Portfolioverwaltung delegieren und gleichzeitig persönliche Unterstützung erhalten möchte, sollte zusätzlich auf den Beratungsumfang achten.

Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Verwaltungsgebühr. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Kosten, Anlagestrategie, Automatisierung, Flexibilität, Beratung und Transparenz.

Noch unsicher, ob eine digitale Vermögensverwaltung überhaupt zu Ihnen passt?

→ Selbst investieren oder Robo-Advisor: Was passt zu Ihnen?

Disclaimer: Dieser Vergleich wird von Descartes veröffentlicht. Descartes ist selbst Anbieter digitaler Vermögensverwaltung und hat damit ein wirtschaftliches Interesse am Thema. Wir bemühen uns um eine sachliche und nachvollziehbare Darstellung und legen unsere Vergleichskriterien offen.