Freizügigkeitskonto Vergleich: Das sind die besten Freizügigkeitskonten der Schweiz
Welches ist das beste Freizügigkeitskonto in der Schweiz? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend ist vor allem, wie lange Ihr Freizügigkeitsguthaben voraussichtlich liegen bleibt und ob Sie es investieren möchten.
Wer sein Vorsorgevermögen nur kurzfristig parkieren muss, achtet vor allem auf Zinsen, Gebühren und Flexibilität. Bei einem längeren Anlagehorizont kann dagegen ein Freizügigkeitsdepot mit Wertschriften interessant sein. Dann werden Performance nach Kosten, Aktienquote, Risiko, Diversifikation und die Unabhängigkeit des Anbieters wichtiger.
Descartes, VIAC, finpension, frankly und weitere Anbieter setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.
Kurz zusammengefasst
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Die beste Freizügigkeitslösung gibt es nicht für alle. Ausschlaggebend sind der Anlagehorizont, die Risikofähigkeit, die Kosten, die Verzinsung, die Anlagestrategie und die Flexibilität.
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Ein Freizügigkeitskonto ist nicht dasselbe wie ein Freizügigkeitsdepot. Während das Guthaben beim Konto verzinst wird, wird beim Depot in Wertschriften investiert.
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Im unabhängigen Evaluno-Vergleich erreicht Descartes über fünf Jahre mit einer Performance von +40,9% Platz 1.
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Tiefe Gebühren allein sind nicht entscheidend. Bei Wertschriftenlösungen zählt insbesondere die Nettoperformance nach Kosten und unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos.
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Auch die Eigentümerstruktur und die Unabhängigkeit eines Anbieters können relevant sein. Sie zeigen, wer wirtschaftlich hinter einer Lösung steht und welche Verbindungen bestehen.
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Bei einem längeren Anlagehorizont kann ein Freizügigkeitsdepot interessant sein. Anlegerinnen und Anleger müssen dafür allerdings Wertschwankungen tragen können.
Freizügigkeitskonto oder Freizügigkeitsdepot: Was ist der Unterschied?
Wer aus einer Pensionskasse austritt und nicht unmittelbar einer neuen Pensionskasse beitritt, muss sein Vorsorgeguthaben auf eine Freizügigkeitseinrichtung übertragen.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten.
Bei einem Freizügigkeitskonto bleibt das Vorsorgeguthaben als Kontoguthaben liegen und wird verzinst. Das Guthaben unterliegt keinen Börsenschwankungen.
Bei einem Freizügigkeitsdepot wird das Vorsorgevermögen in Wertschriften investiert, beispielsweise in Aktien und Obligationen. Dadurch entstehen Wertschwankungen, langfristig aber auch höhere Renditechancen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
«Welches ist das beste Freizügigkeitskonto?»
Sondern zunächst:
«Brauche ich ein Freizügigkeitskonto oder passt ein Freizügigkeitsdepot besser zu meinem Anlagehorizont?»
Welche Kriterien sind bei einem Freizügigkeitsvergleich wichtig?
Digitale Freizügigkeitslösungen unterscheiden sich teilweise erheblich. Ein sinnvoller Vergleich sollte deshalb mehr berücksichtigen als nur die ausgewiesene Verwaltungsgebühr.
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Kriterium |
Warum es wichtig ist |
|---|---|
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Performance nach Kosten |
Zeigt bei Wertschriftenlösungen, wie sich das investierte Vorsorgevermögen tatsächlich entwickelt hat |
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Verzinsung |
Relevant, wenn das Freizügigkeitsguthaben nicht investiert wird |
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Gebühren |
Reduzieren langfristig das Vorsorgevermögen |
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Aktienquote |
Beeinflusst Renditechancen und Wertschwankungen |
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Risiko |
Zeigt, welche Schwankungen für eine Rendite in Kauf genommen wurden |
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Diversifikation |
Verteilt das Vermögen über verschiedene Märkte, Regionen und Anlageklassen |
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Anlageinstrumente |
Institutionelle Fonds, Indexfonds und andere Instrumente können unterschiedliche Kosten- und Steuermerkmale aufweisen |
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Eigentümerstruktur & Unabhängigkeit |
Zeigt, wer hinter dem Anbieter steht und ob Banken oder Finanzgruppen beteiligt sind |
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Flexibilität |
Relevant bei Strategiewechsel, Wiedereintritt in eine Pensionskasse und späterem Bezug |
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Steuern |
Stiftungssitz, Quellensteuern und Bezugsplanung können das Ergebnis beeinflussen |
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Beratung |
Kann insbesondere bei grösseren Freizügigkeitsvermögen und komplexen Vorsorgesituationen relevant sein |
Der günstigste Anbieter ist deshalb nicht automatisch der beste. Ebenso wenig sollte allein aufgrund der höchsten historischen Performance entschieden werden.
Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Performance, Kosten, Risiko, Flexibilität und persönlicher Situation.
Welcher Freizügigkeitsanbieter passt zu wem?
Die Anbieter unterscheiden sich hinsichtlich Anlagestrategie, Kosten, Service und Struktur. Welche Lösung am besten passt, hängt deshalb von den persönlichen Prioritäten ab.
Descartes
Descartes bietet eine digitale Freizügigkeitslösung mit unterschiedlichen Risikoprofilen und Anlagekonzepten. Ein Schwerpunkt liegt auf systematischen Anlagestrategien und institutionellen Anlagefonds.
Descartes ist ein unabhängiger und eigenfinanzierter Schweizer Vermögensverwalter. Das Unternehmen erhält keine Rückvergütungen und ist bei der Auswahl seiner Anlageprodukte nicht an eine Bank oder einen bestimmten Produktanbieter gebunden.
Descartes kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die ihr Freizügigkeitsvermögen langfristig investieren möchten und Wert auf Performance nach Kosten, unterschiedliche Anlagekonzepte, Unabhängigkeit und persönliche Beratung legen.
Mehr zur Freizügigkeitslösung von Descartes
VIAC
VIAC bietet eine digitale Freizügigkeitslösung mit verschiedenen Anlagestrategien und hohen möglichen Aktienquoten.
Die Lösung kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die eine stark digital ausgerichtete und kostenorientierte Freizügigkeitslösung mit hoher Aktienquote suchen.
finpension
finpension bietet ebenfalls eine digitale Freizügigkeitslösung mit unterschiedlichen Strategien und hohen Aktienquoten.
finpension bezeichnet sich als inhabergeführt, eigenfinanziert und unabhängig von Banken.
Die Lösung kann insbesondere für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger mit einer hohen gewünschten Aktienquote und individuellen Anlagepräferenzen interessant sein.
frankly
frankly ist die digitale Vorsorgelösung der Zürcher Kantonalbank und bietet neben der Säule 3a auch Freizügigkeitslösungen an.
frankly kann insbesondere für Personen interessant sein, die eine digitale Vorsorgelösung mit direkter Anbindung an eine etablierte Schweizer Kantonalbank bevorzugen.
Welche Freizügigkeitsanbieter sind unabhängig – und warum ist das wichtig?
Auch bei der Freizügigkeit unterscheiden sich die Eigentümerstrukturen der Anbieter.
Descartes ist ein unabhängiger und eigenfinanzierter Schweizer Vermögensverwalter und gehört keiner Bank oder Finanzgruppe. Descartes erhält keine Rückvergütungen und ist bei der Auswahl der eingesetzten Anlageprodukte nicht an einen bestimmten Produktanbieter gebunden.
Auch finpension positioniert sich als inhabergeführt, eigenfinanziert und bankunabhängig.
Andere digitale Vorsorgelösungen sind Teil von Banken oder eng mit Finanzinstituten verbunden.
Dabei sollte zwischen zwei Formen der Unabhängigkeit unterschieden werden. Einerseits die Unabhängigkeit der Eigentümerstruktur und andererseits die Unabhängigkeit bei Anlageentscheiden.
Eine Bankverbindung bedeutet nicht automatisch, dass eine Freizügigkeitslösung schlechter ist oder bei der Produktauswahl eingeschränkt sein muss.
Für Anlegerinnen und Anleger kann es dennoch relevant sein zu wissen:
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Wem gehört der Anbieter?
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Sind Banken oder andere Finanzinstitute beteiligt?
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Ist der Anbieter bei der Produktauswahl frei?
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Werden eigene oder konzernverbundene Anlageprodukte eingesetzt?
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Erhält der Anbieter Rückvergütungen oder andere Vertriebsentschädigungen?
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Wie werden mögliche Interessenkonflikte offengelegt?
Allein die Unabhängigkeit macht eine Freizügigkeitslösung nicht besser. Sie kann jedoch ein relevantes Auswahlkriterium sein – insbesondere für Anlegerinnen und Anleger, die Wert auf eine freie Produktauswahl und die Offenlegung von Interessenkonflikten legen.
Mehr über die Prinzipien und Unabhängigkeit von Descartes
Performance: Welche Freizügigkeitsdepots haben sich langfristig gut entwickelt?
Die historische Performance ist ein wichtiges Vergleichskriterium bei einem Freizügigkeitsdepot. Sie sollte jedoch nie isoliert betrachtet werden.
Ein aussagekräftiger Vergleich betrachtet die Performance über mehrere Jahre und stellt Strategien mit ähnlicher Aktienquote und vergleichbarem Risiko gegenüber. Dabei sollten auch die Kosten berücksichtigt werden.
Der Freizügigkeitsdepot-Vergleich von Evaluno liefert eine unabhängige Einordnung.
Evaluno hat 251 Anlageprodukte von 32 Schweizer Anbietern untersucht. Im Fünfjahresvergleich belegt die Strategie Descartes Index Responsible 100 den ersten Platz.
Zum Freizügigkeitsdepot-Vergleich von Evaluno
Descartes, VIAC und finpension im Performancevergleich
Für einen möglichst aussagekräftigen Vergleich werden drei nachhaltige Freizügigkeitsstrategien mit sehr hoher Aktienquote und demselben Betrachtungszeitraum gegenübergestellt.
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Freizügigkeitsstrategie |
Aktienanteil |
Performance 5 Jahre |
|---|---|---|
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Descartes Index Responsible 100 |
100% |
+40,9% |
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VIAC Global Nachhaltig 100 |
100% |
+39,0% |
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finpension Nachhaltig 100 |
100% |
+32,8% |
Quelle: Evaluno, Datenstand: 30. Juni 2026.
Im Evaluno-Freizügigkeitsdepot-Vergleich erzielt Descartes Index Responsible 100 über fünf Jahre die höchste Performance der drei hier verglichenen nachhaltigen Strategien von Descartes, VIAC und finpension.
Die historische Performance sollte dennoch nicht isoliert betrachtet werden. Die Strategien können sich unter anderem hinsichtlich Portfoliozusammensetzung, Kosten und Nachhaltigkeitsansatz unterscheiden. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten deshalb Performance, Kosten und Risiko gemeinsam betrachtet werden.
Warum die Nettoperformance zählt
Gebühren sind wichtig – aber eine Gebühr ist noch kein Anlageergebnis. Entscheidend ist, wie sich das Vorsorgevermögen nach Abzug sämtlicher Kosten entwickelt hat und welches Risiko dafür eingegangen wurde.
Eine günstigere Lösung kann langfristig schlechter abschneiden als eine etwas teurere, wenn ihre Anlagestrategie eine entsprechend tiefere Performance erzielt. Umgekehrt rechtfertigen höhere Gebühren selbstverständlich keine schlechtere Anlageleistung.
Ein sinnvoller Vergleich betrachtet deshalb drei Faktoren gemeinsam:
Performance + Kosten + Risiko.
Ist das günstigste Freizügigkeitsdepot automatisch das beste?
Nein. Tiefe Gebühren sind grundsätzlich positiv. Über einen langen Anlagezeitraum können bereits kleine Kostenunterschiede einen erheblichen Einfluss auf das Vorsorgevermögen haben.
Die ausgewiesene Verwaltungsgebühr allein reicht für einen guten Vergleich jedoch nicht aus.
Je nach Anbieter können beispielsweise folgende Kosten relevant sein:
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Verwaltungsgebühren
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Depotgebühren
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Transaktionskosten
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Fremdwährungskosten
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Gebühren bei einem Transfer
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Gebühren bei einer frühzeitigen Auflösung
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Kosten beim späteren Übergang in eine private Anlagelösung
Gerade bei Freizügigkeitsvermögen lohnt sich deshalb auch ein Blick auf den späteren Ausstieg.
Was passiert, wenn Sie wieder einer Pensionskasse beitreten? Was kostet ein Transfer? Und können Sie Ihre Anlagen nach der Pensionierung weiterführen?
Ein günstiger Einstieg ist angenehm. Ein unnötig teurer Ausgang weniger.
Freizügigkeitskonto oder Wertschriften: Wann kann Investieren sinnvoll sein?
Der Anlagehorizont ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Wahl zwischen Konto und Wertschriften.
Wer weiss, dass das Freizügigkeitsguthaben bereits in wenigen Monaten wieder in eine neue Pensionskasse übertragen werden muss, sollte das Risiko von Wertschwankungen besonders sorgfältig beurteilen.
Bei einem längeren Anlagehorizont sieht die Situation anders aus.
Ein Freizügigkeitsdepot kann insbesondere interessant sein, wenn:
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ein längerer Anlagehorizont besteht,
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zwischenzeitliche Kursschwankungen tragbar sind,
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das Vorsorgekapital nicht kurzfristig benötigt wird,
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eine breit diversifizierte Anlagestrategie gewählt wird.
Eine Wertschriftenlösung garantiert jedoch keine höhere Rendite. Insbesondere über kurze Zeiträume können Verluste entstehen.
Welche Rolle spielt die Aktienquote?
Die Aktienquote hat einen wesentlichen Einfluss auf Renditechancen und Wertschwankungen.
Eine hohe Aktienquote bietet langfristig höhere Renditechancen, kann kurzfristig aber zu erheblichen Verlusten führen.
Wer sein Freizügigkeitsvermögen voraussichtlich über viele Jahre investiert lassen kann, hat deshalb eine andere Ausgangslage als jemand, der das Guthaben bald in eine neue Pensionskasse übertragen oder beziehen möchte.
Die passende Aktienquote hängt insbesondere ab von:
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Anlagehorizont
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Höhe des Freizügigkeitsvermögens
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übriger Vermögenssituation
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geplantem Bezugs- oder Übertragungszeitpunkt
Nicht die maximal mögliche Aktienquote ist entscheidend, sondern diejenige, die zur persönlichen Situation passt.
Was passiert mit dem Freizügigkeitsguthaben bei einer neuen Stelle?
Treten Sie wieder in eine Pensionskasse ein, muss die Freizügigkeitsleistung grundsätzlich an die neue Vorsorgeeinrichtung übertragen werden.
Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Wenn Ihre Freizügigkeitsleistung den Betrag übersteigt, der für den Einkauf in die vollen reglementarischen Leistungen der neuen Pensionskasse erforderlich ist, kann ein Überschuss entstehen. Dieser nicht verwendete Teil kann gemäss Art. 13 FZG in einer anderen zulässigen Form des Vorsorgeschutzes, beispielsweise bei einer Freizügigkeitseinrichtung, erhalten bleiben.
Das kann insbesondere relevant sein, wenn Sie über ein grösseres Freizügigkeitsvermögen verfügen und die neue Pensionskasse nicht die gesamte Freizügigkeitsleistung aufnehmen kann.
Ob ein solcher Überschuss besteht, hängt vom Reglement und den maximal möglichen Leistungen der neuen Pensionskasse ab. Die neue Vorsorgeeinrichtung kann darüber Auskunft geben.
Warum zwei Freizügigkeitskonten sinnvoll sein können
Beim Austritt aus einer Pensionskasse kann die Freizügigkeitsleistung auf zwei verschiedene Freizügigkeitseinrichtungen übertragen werden.
Das kann insbesondere für die spätere Steuerplanung interessant sein.
Werden die beiden Guthaben in unterschiedlichen Steuerjahren bezogen, kann sich je nach Kanton und persönlicher Situation die Progression bei der Kapitalauszahlungssteuer reduzieren.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Ein bereits vollständig an eine Freizügigkeitseinrichtung übertragenes Guthaben kann grundsätzlich nicht nachträglich auf zwei Einrichtungen aufgeteilt werden.
Das Splitting sollte deshalb bereits beim Austritt aus der Pensionskasse geplant werden.
Mehr dazu: BVG-Freizügigkeit splitten – warum zwei Freizügigkeitskonten sinnvoll sein können
Welche Rolle spielen Steuern bei der Freizügigkeit?
Solange das Vorsorgevermögen in der Freizügigkeit verbleibt, werden darauf grundsätzlich keine laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern erhoben.
Bei der Auszahlung wird das Kapital separat vom übrigen Einkommen besteuert.
Die Höhe der Kapitalauszahlungssteuer hängt unter anderem ab von:
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Höhe des bezogenen Vorsorgevermögens
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Wohnort beziehungsweise Steuerdomizil
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Zeitpunkt der Auszahlung
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weiteren Kapitalbezügen im selben Steuerjahr
Bei grösseren Freizügigkeitsvermögen kann deshalb nicht nur die Anlagestrategie, sondern auch die Planung der späteren Auszahlung relevant sein.
Stiftungssitz und Quellensteuern: Warum Details einen Unterschied machen können
Bei Vorsorgelösungen spielen nicht nur Verwaltungsgebühren und Performance eine Rolle.
Auch die Struktur der eingesetzten Fonds und der Sitz der Vorsorgestiftung können relevant sein.
Institutionelle Vorsorgefonds können steuerliche Vorteile gegenüber gewissen Anlagevehikeln ausserhalb der Vorsorge haben. Gleichzeitig kann der Stiftungssitz bei einer Auszahlung ins Ausland die Quellensteuer beeinflussen.
Welche Auswirkungen daraus entstehen, hängt von der individuellen Situation und dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen ab.
Gerade bei grösseren Freizügigkeitsvermögen lohnt es sich deshalb, diese Faktoren in den Vergleich einzubeziehen und bei Bedarf steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
Was passiert mit meinen Anlagen bei der Pensionierung?
Dieser Punkt wird bei Freizügigkeitsvergleichen häufig unterschätzt.
Wer sein Freizügigkeitsvermögen über Jahre investiert hat, möchte bei der Pensionierung möglicherweise weiterhin am Kapitalmarkt investiert bleiben.
Dann stellen sich unter anderem folgende Fragen:
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Muss das gesamte Portfolio verkauft werden?
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Wie lange dauert der Übergang?
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Welche Gebühren entstehen?
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Kann dieselbe oder eine ähnliche Anlagestrategie anschliessend privat weitergeführt werden?
Bei Descartes stehen vergleichbare Anlagekonzepte auch ausserhalb der gebundenen Vorsorge zur Verfügung.
Das kann für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die ihre langfristige Anlagestrategie nach dem Bezug des Freizügigkeitsvermögens möglichst nahtlos weiterführen möchten.
8 Fragen vor der Wahl einer Freizügigkeitslösung
1. Wie lange bleibt mein Geld voraussichtlich in der Freizügigkeit?
Der Anlagehorizont entscheidet wesentlich darüber, wie viel Anlagerisiko sinnvoll ist.
2. Freizügigkeitskonto oder Wertschriften?
Ein Konto vermeidet Börsenschwankungen. Eine Wertschriftenlösung bietet langfristig höhere Renditechancen, ist jedoch mit Verlustrisiken verbunden.
3. Welche Aktienquote passt zu mir?
Nicht die höchstmögliche Aktienquote ist entscheidend, sondern diejenige, die zu Anlagehorizont und Risikofähigkeit passt.
4. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Vergleichen Sie nicht nur die Verwaltungsgebühr, sondern auch Fonds-, Transaktions-, Transfer- und mögliche Ausstiegskosten.
5. Wie hat sich die Strategie langfristig entwickelt?
Betrachten Sie möglichst mehrere Jahre und vergleichen Sie Strategien mit ähnlicher Aktienquote und vergleichbarem Risiko.
6. Was passiert bei einem Wiedereintritt in eine Pensionskasse?
Prüfen Sie, wie schnell und zu welchen Kosten das Guthaben übertragen werden kann.
7. Was passiert bei der Pensionierung?
Bei Descartes stehen vergleichbare Anlagekonzepte auch ausserhalb der gebundenen Vorsorge zur Verfügung. Nach dem Bezug des Freizügigkeitsvermögens kann das Kapital beispielsweise mit Descartes Invest weiter investiert werden.
Das kann für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die ihre langfristige Anlagestrategie nach dem Bezug des Freizügigkeitsvermögens möglichst nahtlos weiterführen möchten.
8. Wer steht hinter dem Anbieter?
Prüfen Sie die Eigentümerstruktur, mögliche Bankbeteiligungen, die Produktauswahl und den Umgang mit Interessenkonflikten.
Fazit: Welches ist das beste Freizügigkeitskonto in der Schweiz?
Eine allgemein beste Freizügigkeitslösung gibt es nicht.
Wer sein Vorsorgeguthaben nur für kurze Zeit parkieren möchte und keine Wertschwankungen eingehen will, sollte vor allem die Verzinsung, die Gebühren und die Flexibilität der Freizügigkeitskonten vergleichen.
Bei einem längeren Anlagehorizont kann dagegen ein Freizügigkeitsdepot mit Wertschriften interessant sein. Dann werden die Performance nach Kosten, die Aktienquote, das Risiko, die Diversifikation und die Gesamtkosten wichtiger.
Descartes kann insbesondere für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die ihr Freizügigkeitsvermögen langfristig investieren möchten und Wert auf systematische Anlagestrategien, institutionelle Fonds, Unabhängigkeit und persönliche Beratung legen.
Im unabhängigen Vergleich von Evaluno erreicht Descartes über einen Zeitraum von fünf Jahren den Spitzenplatz. Der Descartes Index Responsible 100 liegt auf Rang eins.
VIAC und finpension können insbesondere für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger mit einer hohen gewünschten Aktienquote interessante Alternativen sein. Andere Anbieter setzen wiederum andere Schwerpunkte bei Bankintegration, Service und Anlagestrategie.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
«Welches Freizügigkeitskonto ist das beste?»
Sondern:
«Welche Freizügigkeitslösung passt am besten zu meinem Anlagehorizont, meiner Risikofähigkeit und meiner weiteren Vorsorgeplanung?»
Häufige Fragen zum Freizügigkeitskonto
Welches ist das beste Freizügigkeitskonto in der Schweiz?
Das hängt davon ab, wie lange das Guthaben in der Freizügigkeit verbleibt und ob es investiert werden soll. Bei einem klassischen Konto sind insbesondere Verzinsung, Gebühren und Flexibilität relevant. Bei einer Wertschriftenlösung sollten zusätzlich Performance nach Kosten, Risiko, Aktienquote und Diversifikation berücksichtigt werden.
Welches Freizügigkeitsdepot hat die beste Performance?
Dies hängt vom betrachteten Zeitraum, der Aktienquote und dem Risikoprofil ab. Im unabhängigen Evaluno-Vergleich mit Stand vom 30. Juni 2026 belegt der Descartes Index Responsible 100 über einen Zeitraum von fünf Jahren den ersten Platz unter den untersuchten Freizügigkeitsstrategien.
Was ist der Unterschied zwischen Freizügigkeitskonto und Freizügigkeitsdepot?
Auf einem Freizügigkeitskonto wird das Vorsorgeguthaben verzinst. Bei einem Freizügigkeitsdepot wird es in Wertschriften investiert. Dadurch entstehen höhere Renditechancen, aber auch Kursschwankungen und Verlustrisiken.
Lohnt es sich, Freizügigkeitsgeld in Aktien zu investieren?
Bei einem längeren Anlagehorizont und entsprechender Risikofähigkeit kann eine Wertschriftenlösung sinnvoll sein. Bei einem kurzen Anlagehorizont können Kursschwankungen dagegen problematisch sein.
Wie viele Freizügigkeitskonten darf ich haben?
Beim Austritt aus einer Pensionskasse kann die Freizügigkeitsleistung auf maximal zwei Freizügigkeitseinrichtungen übertragen werden. Ein späteres Aufteilen eines bereits vollständig übertragenen Guthabens ist grundsätzlich nicht möglich.
Kann ich mein Freizügigkeitskonto wechseln?
Freizügigkeitsguthaben können grundsätzlich von einer Freizügigkeitseinrichtung zu einer anderen übertragen werden. Vor einem Wechsel sollten insbesondere Gebühren, Anlagestrategie, Transferbedingungen und mögliche Auflösungskosten geprüft werden.
Was passiert mit meinem Freizügigkeitsguthaben bei einer neuen Stelle?
Wenn Sie wieder einer Pensionskasse beitreten, muss das Freizügigkeitsguthaben grundsätzlich an die neue Pensionskasse übertragen werden.
Wann kann ich Freizügigkeitsguthaben beziehen?
Ein Bezug ist unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen möglich, beispielsweise im Zusammenhang mit der Pensionierung, dem definitiven Verlassen der Schweiz, selbstgenutztem Wohneigentum oder der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit. Die konkreten Voraussetzungen hängen vom Bezugsgrund ab.
Muss ich mein Freizügigkeitsguthaben versteuern?
Während das Guthaben in der Freizügigkeit verbleibt, fallen grundsätzlich keine laufenden Einkommens- und Vermögenssteuern darauf an. Bei der Auszahlung wird das Kapital separat vom übrigen Einkommen besteuert.
Spielt die Unabhängigkeit des Freizügigkeitsanbieters eine Rolle?
Sie kann ein Auswahlkriterium sein. Dabei sollte zwischen der Eigentümerstruktur und der Unabhängigkeit bei Anlageentscheidungen unterschieden werden. Relevant ist insbesondere, ob der Anbieter an bestimmte Produktanbieter gebunden ist, eigene oder konzernverbundene Produkte einsetzt und wie mögliche Interessenkonflikte offengelegt werden.
Quellen und Methodik
Für diesen Vergleich berücksichtigen wir öffentlich zugängliche Informationen der Anbieter sowie unabhängige Vergleichsdaten.
Datenstand der Evaluno-Performanceangaben: 30. Juni 2026.
Die einzelnen Anbieter und Produkte unterscheiden sich hinsichtlich Anlagestrategie, Aktienquote, Kosten, Risiko und weiterer Eigenschaften. Performancezahlen und Rankings sind deshalb nicht ohne Weiteres direkt miteinander vergleichbar.
Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.
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